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Der Adel Schwedens (und Finlands) : eine demographische Studie
Entstehung
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Adel, nur mit einer anderen Verteilung auf die militäre undzivile Laufbahn dem Staatsdienst zuwenden, eher zu anderenpraktischen Gewerben über als zum Ackerbau. Für die Klasse,die einmal ein Drittel des schwedischen Grund und Bodens be-sessen hat, ist es ja eine natürliche Sache, daß sie fortddauerndmit Vorliebe an diesem hängt. Kein Beruf giebt dem, der ihn aus-übt, ein solches Gefühl des Herrschens als das des Grundbesitzers.Unbeschränkt über einen Teil des gemeinsamen Grund undBodens zu befehlen, heißt ein Stück der ursprünglichenSouveränität in seiner Hand haben wenn auch die unsicht-baren Mitteilhaber, die Hypothekenbesitzer, diese Souveränitätrecht oft stark illusorisch machen.

Das restierende Viertel der hier aufgeführten Erwerbstreiben-den gehört anderen praktischen, sowie den sog. liberalen Berufenan. Dies ist betreffs der Berufe des Adels ein Werk der neuerenZeit. Früher sich auf den Militär- und Staatsdienst sowie aufden Ackerbau beschränkend, ist er allmählich gezwungen worden,jeden Ausweg zu ergreifen, der sich ihm darbot. Doch stetssind es wenig, die diese Laufbahnen ergriffen haben, obschones andererseits kaum eine gibt, die nicht unter dem Adel ihrenRepräsentanten hat.

Eine andere Äußerung der Neuzeit ist, daß nicht so seltenFrauen als Gewerbetreibende vorkommen. Nahezu die Hälftewird zwar als Grundbesitzer und Pächter aufgeführt, also an-nähernd gemäß den älteren Verhältnissen, aber unter den übrigentrifft man so gut wie alle heutigen weiblichen Berufe der höherenKlassen an. Die diesbezüglichen Angaben der Quelle sind in-dessen äußerst unvollständig, denn mit aller Sicherheit üben vielmehr, als die hier aufgeführten, einen selbständigen Beruf aus 1 ).

Übersieht man die Verteilung des Adels im Berufe, so er-hält man nicht allein, wie oben angedeutet, einen historischen,

i) Von den 404 Frauen, deren Beruf angegeben oder angedeutet wird, waren:Grundbesitzer und Fideikommissinhaber . . 152

Pächter 15

Lehrerinnen 73

Die übrigen in allerlei Gewerben, meistens als Angestellte. Malerinnen sind 16, Schrift-stellerinnen 12, Studentinnen 5.

Während einige Berufe, wie die der Grundbesitzer, Malerinnen und Schrift-stellerinnen wahrscheinlich ziemlich vollständig aufgenommen sind, sind andere, vorallem die der Beamtinnen, deren Zahl zweifellos bedeutend größer ist, ganz sicheräußerst mangelhaft angegeben.