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Der Adel Schwedens (und Finlands) : eine demographische Studie
Entstehung
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stark vermehrt hat, haben die Hauptschuld daran, wenn auchandere Umstände ebenfalls hierzu beitragen.

Berufe. Die Berufsstatistik ist schon immer das Schmerzens-kind unserer offiziellen Statistik gewesen. Die Schwierigkeiten,mit denen diese Statistik zu kämpfen hat, müssen ihr auch großeUnsicherheit verleihen. Auch die nachfolgende Darstellung derLebensberufe des Adels trägt Spuren davon, indem die Quellenden Beruf einer Person bald gar nicht, bald für ein und den-selben Mann zwei Berufe angeben, wobei in gewissen Fällenbeide wirkliche sind, in den anderen ist es ein ehemaliger Beruf,der nur noch als Titel dasteht. Die Berufsgliederung beim Adelgestaltet sich, in größeren Gruppen zusammengestellt, folgender-

maßen:

Berufe im Adel:

Offiziere zu Lande, zur See, sowie ehemalige .... 1054

Beamte (Zivilbeamte, juristische, kirchliche u. a. m.) . . 760

Gutsbesitzer und in der Landwirtschaft Angestellte . . 806

In Industrie, Handel und Seefahrt Beschäftigte . . . . 521

In den liberalen Berufen 207

Diverse 228

Sa. 3576

Fügt man hierzu die 238 in niedrigerem Stande befind-lichen, auf deren Berufe wir später zurückkommen werden,so zeigt sich, daß hier sämtliche erwachsene männliche Personen(über 20 Jahre) bis auf einige hundert verzeichnet sind. Dieübrigen nicht aufgeführten bestehen meist aus älteren Personen,die auf ihre alten Tage von ihren Zinsen und Ahnlichem leben,und deren Beruf nicht gut als Titel gebraucht werden kann;oder aus jungen, deren vitae genus noch nicht bestimmt ist.Von den aufgeführten Erwerbtreibenden nehmen die Offiziereden ersten Platz ein. In ihnen lebt die alte Aufgabe des Adels,ein Kriegerstand zu sein, weiter fort; allein der schwedische Adelist nicht nur ein Kriegerstand, sondern ebenso sehr ein Beamten-und Großgrundbesitzerstand gewesen. Beides geht aus den ange-führten Zahlen deutlich hervor. Noch heute widmet sich somit,die Offiziere mitgerechnet, die Hälfte aller Adligen dem Staats-dienst, während ein Viertel dem Ackerbau treu bleibt. Be-sonders das letztere dürfte etwas dem Adel Eigentümliches sein,denn die Söhne der höheren Klassen gehen sonst, wenn sie sichnicht was unter ihnen sicher ebenso gewöhnlich ist wie beim