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Der Adel Schwedens (und Finlands) : eine demographische Studie
Entstehung
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im Kreise der genannten Klassen, außer vielleicht-bei gewissenadligen Geschlechtern, oder richtiger Familien höheren Standes,denen es gelungen ist, sich Reichtum und soziales Ansehen zubewahren. Daß das Heiraten im Adel gleichwohl noch so all-gemein ist, das beruht in erster Reihe auf edlen Familienverbin-dungen, sowie auf Tradition und Umgang, und dann darauf, daßdie gebildete Klasse nicht sehr groß und zahlreich ist.

Sehen wir uns nun an, was die Tabellen hierüber erzählen,so erfahren wir folgendes.

Von den Männern waren verheiratet mit:

Bestehende Aufgelöste I )

% Ehen %

adligen Frauen 3 *»48 35>°°

bürgerlichen ,, 68,52 65,00

100,00 100,00

Von adligen Frauen waren verheiratet mit:

Bestehende Aufgelöste

°/ 0 Ehen »/

adligen Männern 35,46 4I> 2 8

bürgerlichen 64,54 58,72

100,00 100,00

Auch hier tritt der früher beobachtete Unterschied zwischenaufgelösten und bestehenden Ehen deutlich zu Tage; und hier,wie dort, zeigt er eine fortschreitende Entwickelung des frag-lichen Momentes. Die rein adligen Ehen sind, wie diese Ziffernausweisen, in rascher Abnahme im Adel begriffen. Vor allemist dies bei den Frauen der Fall. Noch ist jedoch das Verhältnisder mit Bürgerlichen verheirateten adligen Frauen geringer alsdas entsprechende für die Männer.

Gleiche Verhältnisse herrschen indessen nicht überall imAdel. Nicht nur in gewissen Geschlechtern sind Heiraten dereinen Art vorherrschend; auch zwischen dem hohen Adel einer-seits und dem niederen Adel andererseits zeigen sich, wie dienachfolgenden Ziffern dartun, große Unterschiede.

In gräflichen und freiherrlichen Geschlechtern waren vonden Männern verheiratet:

Bestehende Aufgelöste

% Ehen %mit adligen Prauen 50,00 57,Ol

,, bürgerlichen 5°, 00 4 2 ,99

100,00 100,00

1) Hier wie im folgenden werden die Männer in den aufgelösten Ehen nur

nach Maßgabe der Zahl der Witwen angegeben (Anhang, Tab. I IV, Kol. 10 u. 11).