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sobald der Nahrungsspielraum, sei es der absolute, oder derrelative, laut der für jede Zeit und für jedes Land ungleichenAuffassung der Menschen von einem standesgemäßen Leben,ihnen zu eng erscheint. Die Verspätung des Heiratsalters istder erste Schritt auf dem Wege zur Begrenzung der Bevölke-rungszahl. Diesen Schritt haben die westeuropäischen Völkerschon lange getan, und am frühesten vielleicht das schwedische,das keine Ehehindernisse kannte. In anderen Ländern, wo dasGesetz das niedere Volk hinderte, sich nach Belieben zu ver-heiraten, entstand in demselben Augenblicke, wo die genanntenHindernisse beseitigt wurden, ein förmlicher Sturmlauf nach demehelichen Stande mit daraus folgenden frühzeitigen Eheschließungen.Dasselbe geschah in England beim Durchbruch des Großindu-strialismus am Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts. Dieswar es, was Malthus gesehen und — generalisiert hat. Er ahnte fnicht, wie schnell die westeuropäischen Völker Mittel finden würden,die Schreckbilder, die seine Logik und Phantasie gemeinsam aus-malten, zu beseitigen. Eines dieser Mittel, und übrigens das vonMalthus selbst am wärmsten empfohlene, ist das Hinausrückendes Heiratsalters. Jetzt, nachdem man andere Wege zur Erreichungdesselben Zweckes eingeschlagen hat, scheint diese Bewegungins Stocken geraten, oder möglicherweise im Rückgange be-griffen zu sein. Daß das allgemeine Durchschnittsalter für alleEheschließungen seit einigen Jahrzehnten einen ziemlich starkenRückgang zeigt, darf indessen nicht irre leiten, denn dies beruhtauf der verminderten Anzahl Wiederheiraten mit ihrem hohenPleiratsalter. Aber wenn man hiervon absieht und nur die ersteEhe in Betracht zieht, so scheint das Heiratsalter wenigstenssein vorläufiges Maximum erreicht zu haben. Die Statistik hier-über ist im allgemeinen so neu, daß man einstweilen aus ihrschwerlich in dieser Sache Schlüsse ziehen kann. Nur das scheintunzweifelhaft, daß das Heiratsalter des schwedischen Volkesschon gegen die Mitte des 19. Jahrhunderts dieselbe Höhe er-reicht hat, die es jetzt hat.
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Durchschnittsalter für die Eheschließungen im schwe-dischen Adel. Die untenstehenden Ziffern geben eine Über-sicht über diese Verhältnisse, verglichen mit den entsprechenden