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Während die vollständige Verwirklichung der Ehemöglich-keit durch die Zahl i ausgedrückt wird, geben die Bruchzahlender Tabelle an, wie weit man sich in jedem Alter diesem Zielenähert, oder mit anderen Worten, wie groß die Wahrscheinlich-keit ist, in diesem Alter verheiratet zu sein, oder gewesen zu »sein. Vom größten Interesse ist hierbei ein Vergleich zwischendem Adel und dem ganzen Volke einerseits-, zwischen Männernund Frauen andererseits.
Vergleichen wir zuerst beide Gruppen, den Adel und dasganze Volk, so zeigt sich bei den Männern die größte Verschieden-heit in den jüngsten Altersgruppen. Dies ist in erster Reiheeine Wirkung des hohen Heiratsalters im Adel. Die Inferioritätseitens des Adels scheint aber doch größer zu sein, als daß siesich nur durch den Unterschied im Heiratsalter, der im Mittelnicht mehr als zwei Jahre beträgt, erklären ließe. Man fühltsich deshalb versucht, hierin auch eine Wirkung einer plötzlichenAbnahme der Heiratsfrequenz im spätesten Mannesalter zu sehen.Sei dem, wie ihm sei, aus den Tabellen entnehmen wir, daß dieZahl der Ehelichkeit für die Männer des Adels bedeutend unterden entsprechenden Zahlen für das Volk bis zum 40. Jahre zurück-bleibt; später, und nachdem die eigentliche Heiratszeit mit dem50. Jahre aufgehört hat, ist der Unterschied ein viel geringerer.Unter den Frauen herrschen in den ersten Altersgruppen aufbeiden Seiten dieselben Zahlen und dieselben Aussichten — auchdies eine Folge des verschiedenen Heiratsalters, der hier indessenzu Gunsten des Adels wirkt. Das nicht unbedeutend frühereDurchschnittsalter bei der Eheschließung bewirkt, daß dieseAltersgruppe im Adel mit ihren Mitschwestern im ganzen Volkeauf gleicher Linie zu stehen kommt. Aber schon in der nächstenGruppe macht sich die Schwäche des Adels geltend und wird nunum so größer. Die Zahl der „stehenden" Ehen und die Heirats-aussichten sind also in der auserwählten Masse des Adels so-wohl für Frauen wie für Männer bedeutend geringer als im Volkeinsgesamt. Diese schon oben gemachten Beobachtungen erhaltenhier ihren genauesten ziffermäßigen Ausdruck.
Vergleichen wir nun laut obenstehender Tabelle die beidenGeschlechter untereinander, so erfahren wir, daß die Frauen,mit Ausnahme der drei ersten Altersgruppen, schlechter gestelltsind als die Männer. Aber während sie vom vierzig-sten Jahrean gerechnet den Männern im Volke nur unbedeutend unterlegen