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sind, stehen ihre Aussichten im Adel bedeutend schlechter alsdie der Männer. Und so ist es wohl immer. Je geringer dieEhefrequenz im allgemeinen ist, um so mehr leiden die Frauendarunter. Man sollte gleichwohl glauben, daß die große Emigrationseitens der Masse des Volkes dort das Verhältnis ungünstigergestaltet hätte als im Adel; aber der große Unterschied imHeiratsalter zwischen Männern und Frauen wiegt dies bei weitemauf. Daß die Heiratsaussichten der Frauen in den höherenKlassen so viel schlechter sind als die der Männer, beruht näm-lich weniger auf der verschieden großen Zahl der Geschlechterim eigentlichen Heiratsalter als auf dem verschiedenen Zeit-punkte, an welchem Männer und Frauen sich gemeinhin ver-heiraten. Wenn der Unterschied, wie hier, sechs Jahre ist, sobedeutet dies, daß die männlichen Ehekandidaten sich um vollesechs Jahrgänge vermindern, wodurch das auch sonst schonschwache Gleichgewicht zwischen den Geschlechtern zum Nachteilder Männer in der Anzahl, zum Nachteil der Frauen in den Hei-ratsaussichten sehr bedeutend verschoben wird. Ein Vorrückendes Heiratsalters der Männer auf das 27. Jahr würde die Heirats-aussichten der Frauen und überhaupt die schwache Ehelichkeitin diesen Klassen höchst wesentlich verbessern.
Wie wir sehen, erzählen die Zahlen, wie man sie auch drehtund wendet, stets ein und dasselbe, nämlich daß die Ehelichkeitim Adel im Verhältnis zu der im Volke herrschenden gering- ist.Bedenkt man ferner, daß die Ehefrequenz im schwedischen Volkesehr schwach ist, so sieht man leicht ein, wie niedrig sie inWirklichkeit in diesem auserwählten Teile desselben steht. Wich-tiger als dies ist indessen, daß gleiche Verhältnisse wahrscheinlichin der ganzen gebildeten Klasse herrschen. Die Unter-suchungen, die ich hierüber anstellen konnte, sind zwar wenig-umfangreich, die Resultate, die sie liefern, stimmen aber so gutmit den oben für den Adel gefundenen überein, daß man nichtzögert, sie zu verallgemeinern ').
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1) So waren laut den Matrikeln für die Jahre 1895 —1900 im Lehrerstandean den höheren Schulen wie an den Universitäten von insgesamt 1703 Personen, alleim heiratsfähigen Alter und die allermeisten über 25 Jahr, nur 971 oder 57% ver-heiratet, während 720 oder 42,3 °/ 0 unverheiratet und 12 Witwer waren. Von den1445 Aerzten, die die Matrikel für 1886—1898 über den Ärztestand aufnimmt,waren 820 verheiratet, 390 unverheiratet und 35 Witwer, oder in Prozenten 5" ° 0
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