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Der Adel Schwedens (und Finlands) : eine demographische Studie
Entstehung
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Klar ist, daß man noch viel weniger in den übrigen Klassensehr alte Geschlechter finden kann. Bürger und einen damitgleichgestellten bürgerlichen Beamtenstand gab es im allgemeinennicht vor Ende des Mittelalters; die älteren Bürgergeschlechterder italienischen und deutschen Städte bildeten nämlich selbst einPatriziat. Dagegen kann man erwarten, vom Eintritt der neuerenZeit an, und besonders mit dem Entstehen einer protestantischenPriesterschaft, aus der in so vielen Fällen Geschlechter hervor-gegangen sind, eine Menge mit 200- und 300-jährigen Ahnen,und weit mehr, als adlige Geschlechter desselben Alters zufinden, denn die letzteren sind in der Regel aus früheren Bürger-geschlechtern hervorgegangen. Wie es sich hiermit faktisch ver-hält, ist schwer mit Gewißheit zu sagen. Die Arbeit SvenskaAttartal gestattet jedoch hierin für Schweden gewisse Schlüsse,die sehr lehrreich sind. Eine Zählung der in den elf erstenTeilen dieser Arbeit aufgenommenen noch lebenden bürgerlichenGeschlechter inbezug auf das Alter ergibt das Resultat, daß vonden 919 selbständigen Geschlechtern, die gerechnet werden konnten,nur 25 ein Alter von über 300 Jahren haben, 325 sind 201 bis300 Jahre alt, 518 101200 Jahre, sowie 51 26100 Jahre 1 ).Bedenkt man, daß diese Geschlechter augenscheinlich eine Aus-lese bilden, nämlich gerade die, die ein höheres Alter aufweisenkönnen die vielen tausenden Geschlechter mit einem Gliedoder zwei vom Kamennehmer-Stammvater kommen natürlich nichtin derartige Verzeichnisse hinein so ist dieses Resultat in Wahr-heit staunenerregend. Nicht allein die Zahl dieser Geschlechtervon 200 und 300 Jahren ist, wie wir sofort sehen werden, relativgeringer als die der adligen gleichen Alters worauf mangleichwohl nicht viel Gewicht legen darf, da man nicht die ganzeAnzahl bürgerlicher Geschlechter verschiedener Alter kennt,sondern sie machen auch an sich eine so geringe Anzahl aus.Betrachtet man diese Sammlung nämlich, was man unzweifelhaftmuß, als eine Auswahl alter Geschlechter, so ist die Gesamtzahl

1) Bei der Bestimmung des Alters ist als persönlicher Ausgangspunkt derNamennehmer genommen, der nach dem oben angegebenen Begriff des Geschlechtesals dessen natürlicher Stammvater betrachtet werden kann; früher genannte oder sup-ponierte Glieder sind somit vollständig unberücksichtigt geblieben. Das Anfangsjahrist, wenn es bekannt war, das Geburtsjahr des Namennehmers, oder das Todesjahr,sonst in Ermangelung des Geburts- oder Todesjahres ein anderes über ihn angegebenesDatum gewesen.