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Der Adel Schwedens (und Finlands) : eine demographische Studie
Entstehung
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Neuntes Kapitel.

Die lebenden Geschlechter und ihre statistische Geschichte.

Analyse der lebenden Geschlechter. Gleichzeitige Gene-rationen. Wie sich aus Tabelle VI im Anfang ergibt, hat aucheine Untersuchung der statistischen Geschichte der lebenden Ge-schlechter stattgefunden. Sie umfaßt alleselbständigen" Ge-schlechter, die nichtalten Adels", d. h. ohne bekannten An-fang, oder sonst irgendwie unvollständig sind. Von insgesamt615 Geschlechtern sind hier 571, also der größte Teil sämt-licher jetzt lebenden adligen Geschlechter, behandelt. Betreffsder Ausführung dieser Analyse verweise ich auf die Notezu Tabelle VI. Hier möchte ich nur hinzufügen, daß unsereStatistik die Zeit bis zu 18951900, oder so weit wie die Quellereicht, umfaßt.

Schon ein flüchtiger Blick auf diese Tabelle verrät ihreVerschiedenheit von der ihr vorhergehenden (Tabelle V), welcheüber die toten Geschlechter berichtet. Während dort die Zwei-gliedsgeschlechter in ungeheurer Majorität und Geschlechter mithöherer Gliederzahl immer schwächer vertreten sind, herrscht hierbeinahe das umgekehrte Verhältnis. Von den Zweigliedsgeschlech-tern sind nur einige wenige vorhanden, und auch die Dreigliedsge-schlechter sind sehr dünn gesät, während die Gruppen der Vier- bisAchtgliedsgeschlechter am stärksten repräsentiert und von Zehn-gliedsgeschlechtern noch 12 vorhanden sind. Außerdem kommen2 Elfgliedsgeschlechter, 2 Zwölf- und ein Vierzehngliedsgeschlechtvor, die jedoch hier nicht mit aufgenommen sind. Dies ist indessenganz natürlich. Erhebungen in den Adelstand haben allmählichaufgehört; deshalb gibt es nur wenig Geschlechter aus neuerer Zeit.Ferner haben, wie oben erwähnt, die lebenden Geschlechter gemein-hin ein höheres Alter erreicht als die schon ausgestorbenen. Dies ist