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Der Adel Schwedens (und Finlands) : eine demographische Studie
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wonnene Resultat einwirken. Ganz sicher hätte sich, falls diesehätten mitgenommen werden können, die absolute Zahl der imKriege Gestorbenen nicht unbedeutend vergrößert; allein wenigglaublich ist, daß die relative Anzahl dadurch eine nennenswerteVeränderung erlitten hätte.

Dieses Resultat der Untersuchungen über die im Kriegegestorbenen Adligen sticht nicht wenig von den Vorstellungenab, die man sich gewöhnlich hiervon macht. Von den Geschichts-schreibern erfährt man von dem ungeheuren Blutbade in demoder jenem Kampfe, sowie von der verheerenden Wirkungauf die männliche Bevölkerung, die die Kriege oft ausüben.Ich glaube, daß diejenigen, die über ältere Zeiten geschriebenhaben, hierbei derselben Täuschung zum "Opfer gefallen sind, derdie zeitgenössischen Augenzeugen so leicht verfallen. Es ist frei-lich wahr, daß es in der Vorzeit, wo man nur auf Armlängekämpfte und der Sieger die Besiegten und Gefangenen im all-gemeinen niedermetzelte, im Kriege sehr blutig herging. Aber inneuerer Zeit, mit anderen Waffen und einer anderen Kampfweiseist es nicht mehr so gefährlich gewesen. Auch die haarsträubendenSchilderungen von den Verheerungen des Krieges im eigenenLande, welche die Geschichtsschreiber oft auftischen, müssen wohl,besonders betreffs Schwedens, das ja meistens dem Schicksale,der Schauplatz eines solchen zu sein, entgangen ist, stark be-schnitten werden. Die Erzählungen von dem Leuteverluste zurZeit Karls XII., wo hauptsächlich nur Schweden in Kriegsdienstgenommen wurden, sind stark übertrieben. Die erste schwedischeVolkszählung von 1751 gibt den Beweis hierfür. Die Zahl derSechzig- und Siebzigjährigen männlichen Geschlechtes, welchezur Zeit Karls XII. die eigentlichen Waffenfähigen waren, ist1751 nicht relativ geringer als später. Dies macht, daß man dieBerichte über den ungeheueren Verlust erwachsener Männer, diedieser Krieg, ebenso wie andere, herbeigeführt haben sollte, mitVorsicht aufnehmen muß. Die Mitwelt ist, wie ich oben nannte,einer Selbsttäuschung zum Opfer gefallen, die die Verluste insehr vergrößerter Gestalt hat erscheinen lassen. Man hat die,welche der Krieg gemäht hat, weniger gezählt als gewägt, ge-wägt in ihrer Eigenschaft als Familienversorger und erwachseneMänner im Dienst und Amt. Die leeren Plätze auf den wichtigstenPosten des Lebens haben die Aufmerksamkeit auf sich gezogenund die vergrößernde Phantasie in Tätigkeit gesetzt. Und so