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Der Adel Schwedens (und Finlands) : eine demographische Studie
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bei Pultava (1709) elf, und in der blutigen Schlacht bei Lund(1776) fünf Familien ausgingen. Und die Geschichte erzählt jaso oft, daß bald der, bald jener adlige Offizier im Kampfe ge-fallen oder an den Strapazen des Krieges und dergleichen ge-storben sei. Aber wie gesagt, die Quellen können nicht mehrals die oben angeführten in den 825 Geschlechtern aufweisen.Eine ähnliche Zählung der im Kriege Gestorbenen aus den Ein-gliedsgeschlechtern ergibt für sie keine größere Zahl als 12, hier-von 1 freiherrlicher und 11 adlige, was 2,4% sämtlicher unter-suchter Eingliedsgeschlechter (509) macht. Man fühlt sich beidiesem Resultate versucht, an der Vollständigkeit der Quellen zuzweifeln. Betreffs der zuletzt genannten Geschlechter löst sichder Zweifel jedoch leicht. Es ist ganz unglaublich, daß dieRitterhausgenealogen ein so wichtiges Ereignis in dem Lebenvon Männern, die ihre Geschlechter zu gleicher Zeit gründetenund beendeten, übersehen haben sollten. Eine Unterlassungs-sünde dieser Art ist hier nicht denkbar. Und genau betrachtet,kann man von ihnen das gleiche bezüglich der anderen Ge-schlechter sagen. Es ist im allgemeinen wenig- wahrscheinlich,daß eine so bemerkenswerte Begebenheit, wie der Tod für dasVaterland auf dem Felde der Ehre, in diesen biographischenNotizen aus Vergeßlichkeit oder Unbekanntschaft mit Still-schweigen übergangen worden sein sollte. Im Gegenteil, wirsind zu der Annahme gezwungen, daß, wenn die Quellen nichtmehr Fälle eines derartigen Todes erwähnen, dies seinen Grunddarin hat, daß ein solcher nicht vorgekommen ist. Und dasselbegilt von den in der Gefangenschaft Gestorbenen. Daß diese Zahlenso niedrig sind, beruht in erster Reihe darauf, daß die HeereSchwedens selten Niederlagen erlitten haben, und daß nur dieeine, die große bei Pultava, viele in Gefangenschaft brachte.Aber die große Mehrzahl dieser kam, wie auch unsere Quelle oftzu berichten weiß, wieder ins Vaterland zurück. Die Zahl derim Kriege Gestorbenen ist also verhältnismäßig klein gewesen.Das ist der Schluß, zu dem wir unweigerlich kommen. Die hierbehandelten Geschlechter, sowohl die mit einem, zwei oder mehrerenGliedern, umfassen zwar nicht die Geschlechter vonaltem Adel"(ohne sicheren Anfangspunkt), für welche eine Gliederzählungnicht zu ermöglichen war, und ebenso sind die im Kriege Ge-storbenen der jetzt lebenden Geschlechter hierin nicht einbegriffenaber diese Begrenzung des Materials dürfte kaum auf das ge-