Eher könnte man glauben, daß ein Fehler in der Quelle die Ursachedazu sei, indem Mädchengeburten in älterer Zeit oft, wenn derTod in jungen Jahren erfolgt ist, nicht registriert worden sind.Aber auch diese Erklärung ist unzureichend, denn hätte dieUnterlassung der Registrierung ihren Grund in frühem Tode ge-habt, so hätte sie, scheint es, ebenso oft bei in zartem Alter ver-storbenen Knaben vorkommen müssen. Ferner schließt dieseAnnahme in sich ein, daß die Fruchtbarkeit nicht unbedeutendgrößer gewesen wäre, als sie nun zu sein scheint, was zwarmöglich, aber nicht sehr wahrscheinlich ist, da sie schon jetzt inden früheren Gliedern als meistenteils hoch anzusehen ist. Wiediese Veränderung in der Zahl der Geschlechter mit den Gliedernzu deuten ist, ist nicht leicht zu sagen. Möglicherweise findenwir späterhin, wenn wir neben diese Zahlen diejenigen stellenkönnen, die die Analyse der lebenden Geschlechter ergibt, eineLösung des Rätsels. Wir schieben also weitere Schlußfolge-rungen bis dahin auf.
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Sterblichkeit. Das Ende der statistischen Geschichte derGeschlechter wie der Individuen ist der Tod. Hier wollen wiruns jedoch nicht mit der Sterblichkeit unter den Geschlechternbeschäftigen. Diese haben wir in dem Vorhergehenden behandelt.Jetzt wollen wir die Sterblichkeit in den Geschlechtern, oderdas Sterblichkeitsverhältnis der Geschlechtsmitglieder untersuchen.Und die Untersuchung besteht darin, die Sterblichkeit für einegewisse ungemein wichtige Altersgruppe zu finden. Doch istdie Messung, um die es sich hier handeln kann, an Voll-ständigkeit und Genauigkeit nicht mit der zu vergleichen, mitwelcher die Sterblichkeit in der Gegenwart gemessen wird. Esist unmöglich, den Verheerungen des Todes in den adligenGeschlechtern Jahr für Jahr nachzugehen; das Material reichthierfür nicht aus. Man muß zufrieden sein, wenn man sie bis zueiner gewissen Altersgrenze, etwa derjenigen, die das Ivindheits-und Jugendalter von dem gereiften Alter trennt, angeben kann.Diese Grenze trennt zugleich die, die nicht zum Fortbestande desGeschlechtes haben beitragen können, von denen, die dies getanhaben oder haben tun können. Die Grenze ist also beim Heirats-alter gesetzt, das in älterer Zeit gewöhnlich vom erreichten20. Jahre an gerechnet wurde und in den Tabellen Mündig-