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Der Adel Schwedens (und Finlands) : eine demographische Studie
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Der Unterschied zwischen den Gliedern ist bedeutend. Bei-nahe durchweg kommen die kinderlosen Ehen am wenigsten imersten Gliede, wo sie niedrigstens 9,4 °/ 0 , höchstens 15,7 °/ 0 , imDurchschnitte 12 % sämtlicher Ehen betragen, vor. Aber daswar ja nur zu erwarten; denn das erste Glied nimmt hierin, wiein vielem anderen, eine Ausnahmestellung ein. Man kann dieEhen der Stammväter als eine Auswahl betrachten. Wenn diesenämlich in der Ehe keine Kinder bekommen haben, so habensie überhaupt kein sie selbst überlebendes Geschlecht gegründet.Lassen wir diese also unberücksichtigt und gehen wir zu denübrigen Gliedern, außer dem letzten, also den Zwischen-gliedern oder dem zweiten der Dreigliedsgeschlechter, demzweiten und dritten der Viergliedsgeschlechter u. s. w., so merkenwir, daß die Zahl der kinderlosen Ehen dort meistens höher alsim ersten Gliede, aber nicht so viel höher ist, wie man nach derbesonderen Stellung dieses Gliedes vermuten könnte. Die nie-drigste vorkommende Zahl beträgt nämlich 9,8 °/o sämtlicher hier-hergehörigen Ehen, die höchste 24,0 °/ 0 und die Durchschnittszahlfür alle ungefähr 19%. An sich betrachtet ist dies, wie wirspäter bei der Behandlung des jetzigen Adels sehen werden, keineübertrieben hohe Zahl. In welchem Maßstabe übrigens dieQuellen durch Unterlassung der Erwähnung nicht nur totge-geborener Kinder, sondern möglicherweise auch eines lebend ge-borenen, aber in zartem Alter gestorbenen Kindes, zu einer Ver-größerung des Prozentsatzes der Unfruchtbarkeit haben beitragenkönnen, ist jetzt unmöglich mit Sicherheit zu sagen. Alles sprichtjedoch dafür, daß Fehler dieser Art nicht sehr zahlreich sind 1 ).Unter allen Umständen ist man zu der Annahme gezwungen,daß die Unfruchtbarkeit in diesen Zwischengliedern, mit Rück-sicht auf die vielen Wiederverheiratungen, keine ungewöhnlich großewar. Außer dieser Beobachtung, betreffs der Zwischenglieder,macht man auch die, daß die Unfruchtbarkeit innerhalb aller un-gefähr gleich groß war. Die Differenzen der Zahlen sind nichtgroß, außer bei den wenigen Sechsgliedsgeschlechtern.

1) A priori kann angenommen werden, daß Fehler dieser Art bei Ehen, diedurch den Hingang eines Kindes in zartem Alter für immer kinderlos wurden, wenigergewöhnlich sein müssen als bei solchen, die mit mehreren Kindern gesegnet waren.

Betreffs der Quellen sei außerdem mitgeteilt, daß sie gewöhnlich bestimmte An-gaben über Kinderlosigkeit enthalten und nur in etwa i.o °/ 0 sämtlicher hierhergehörigerFälle hierüber Schweigen beobachten.