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Am eigentümlichsten verhält sich in vorliegender sowie inanderen Beziehungen das letzte Glied, und zwar in allen Ge-schlechtergruppen gleich. Die unfruchtbaren Ehen erreichen indiesem Glied eine Höhe von mindestens 58,1 und höchstens 70,8 °/ 0sämtlicher Ehen. Hier übersteigt die Unfruchtbarkeit alle Grenzen,Und sie kommt in dieser übermäßigen Gestalt ungefähr überallgleich unvorbereitet. Zwar findet man Andeutungen einer mitder sich vergrößernden Anzahl Glieder wachsenden Unfruchtbar-keit. Diese Andeutungen kehren freilich nicht überall wieder undsind im übrigen nicht so stark hervortretend, daß nicht diegroße Unfruchtbarkeit des letzten Gliedes überraschend kommt.Offenbar muß aber die Unfruchtbarkeit, die auf diese Weiseauftritt, als eine der Mächte betrachtet werden, die diese Adels-geschlechter auf dem kürzesten Wege zu Grabe getragen hat.Man wundert sich nur, wie diese plötzliche Veränderung möglichwar, und welches der Grund einer so ungeheuren Unfruchtbar-keit in den Ehen sein mochte. Eine nähere Untersuchung deräußeren Umstände bei diesen Fällen inbezug auf die Natur derEheschließung (erste Ehe oder Wiederverheiratung), die Dauerder Ehen, sowie das Alter der Eheschließenden, zeigt indessen,daß die Ursache dieser Unfruchtbarkeit nicht hierin zu suchenist. In den verhältnismäßig meisten Fällen müssen es innere,physiologische Verhältnisse sein, die dieselbe verursacht haben 1 ).Daß wiederum die Unfruchtbarkeit, nachdem sie im vorher-gehenden Gliede nicht mit allzu großer Stärke aufgetreten istund auch keine stark mit den Gliedern fortschreitende Steigerunggezeigt hat, plötzlich im letzten Gliede so in die Höhe springt,muß wohl als ein Werk des Zufalls g'edeutet werden, ganz wiedas starke Vorkommen des Cölibats in demselben Gliede. DieserDefekt kommt überall und zu jeder Zeit vor; und ein zufälligesZusammentreffen mehrerer derartiger Fälle ist natürlich imstande,das Leben eines Geschlechtes abzuschneiden, d. h. das Glied, wosie zusammenstoßen, zum letzten zu machen, und dies um somehr, wenn das Cölibat in demselben Gliede in mehr als gewöhn-licher Zahl auftritt.
1) Von 118 gut konstatierten Fällen gab es 99, bei welchen weder dasAlter der Eheschließenden noch die kurze Dauer der Ehe als Ursache der Sterilitätbetrachtet werden konnte.
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