dem diejenigen in Betracht ziehen, die einmal verheiratet gewesenund es jetzt nicht mehr sind, Witwer, Witwen und Geschiedene, abernicht bloß diese allein, sondern auch diejenigen unter den Heirats-fähigen, die noch nicht verheiratet sind, sich aber vor Ende ihresLebens verheiraten. Man muß mit anderen Worten wissen, wieviele ein reiferes Alter erreicht haben und in ihrem Leben ver-heiratet waren. Die beste Methode zur Messung der Ehelichkeitin dem eben angedeuteten Sinne ist die, daß man jede Gene-ration für sich nimmt, sie vom Eintritt in das heiratsfähige Alteran bis zum Ende ihres Lebens verfolgt und dann schließlichaus der Lebensgeschichte der Individuen in dieser Beziehung dasFacit zieht.
Das im Anhang, Tab. V, gegebene Material über die aus-gestorbenen Adelsgeschlechter setzt uns in den Stand, die Zahlder stehenden Ehen bei ihnen, d. h. für den männlichen Teil, aufbestmögliche Weise zu messen. Wir können mittels dieses Materialsdas männliche Geschlecht von Generation zu Generation vom An-fang bis zum Ende verfolgen und sehen, wie die Individuen, jedesbis zum Ende seines Lebens, sich auf Unmündige, welche als nochnicht heiratsfähige gestorben sind, Mündige, die keine Ehe ge-schlossen haben, und Verheiratete, sowie Witwer und Geschiedene,verteilen. Natürlich kommen nur das zweite Glied und die folgen-den in Betracht. Das erste Glied der Zwei- oder Mehrglieds-geschlechter kann nur aus Verheirateten bestehen. Nimmt manwieder die Eingliedsgeschlechter mit, so verändert sich das Ver-hältnis; aber diese sind im vorhergehenden Abschnitt behandelt.
In sämtlichen Geschlechtern zusammengenommen verhaltensich — um nur diese anzugeben — die verheiratet und un-verheiratet gewesenen Heiratsfähigen folgendermaßen: unver-heiratet 48,6 °/ 0 , verheiratet 51,4 °/ 0 . Vergleicht man hiermitdie Zahlen, die man für die entsprechenden Altersklassen (vom20. Jahre an) und Zivilstandskategorien unter den 1871 —1880und 1881 —1890 gestorbenen Männern in Schweden erhält, sozeigt sich ein ungeheurer Unterschied. Denn in dem ersterenJahrzehnt betrugen die Unverheirateten 22,99 %• die Verheiratetenmit Witwern und Geschiedenen 77,01 °/ 0 sämtlicher hierherge-höriger Gestorbener, und in dem letzteren 22,08 resp. 77,92 °/ 0 . ImVergleich zu diesen Ziffern zeigen die ausgestorbenen Adelsge-schlechter eine erstaunlich geringe Ehelichkeit. Wir wollen je-doch diese Vergleichungen hier nicht weiter entwickeln, da wir