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Möglicherweise ist zwischen diesem und der großen Seltenheitdes Erlöschens von Geschlechtern infolge des Todes Minderjäh-riger ein Zusammenhang. Vielleicht läßt sich dies so erklären,daß die Ehen in diesen Familien seitens der Männer in jungenJahren geschlossen worden sind. Deshalb sind in so vielen Fällendie Söhne vor dem Vater, und so selten ein vaterloser Sohn voreingetretenem Mündigkeitsalter gestorben. — Dieselben Beob-achtungen, die man betreffs sämtlicher Geschlechter machen kann,stellen sich, nur mit einer anderen Verteilung in den verschiede-nen Arten des Erlöschens, auch bei den Geschlechtern, die mehr alsein Glied besessen haben, ein. Die Eingliedsgeschlechter wiederbieten einen abweichenden Typus dar. Das Erlöschen durch , denTod im Unmündigkeitsalter kann hier natürlich nicht vorkommen.Auch das Cölibat spielt bei weitem keine so große Rolle, ob-schon diese Fälle andauernd oft, öfter, als man vermuten sollte,vorkommen. Man meint, der zuerst in den' adligen Stand er-hobene Mann müsse äußerst eifrig bestrebt sein, sich eine Familiezu schaffen und seinen Namen fortzupflanzen. Möglicherweisesind jedoch diese Emporstrebenden, eine Auswahl von Intelligenzund Kraft, so in ihrer Arbeit aufgegangen, daß sie ihretwegenoft erst an eine Heirat gedacht haben, als es zu spät war, oderdaß der Tod dazwischen trat, bevor sie ihren Entschluß zur Aus-führung bringen konnten.
Von dieser Einleitung zur Frage des Aussterbens der Ge-schlechter müssen wir nun zu einer vollständigen Klarstellungderselben, soweit sich eine solche mit statistischen Daten vor-nehmen läßt, schreiten. Das heißt, wir müssen zu finden suchen,wie dieselben Todesursachen, deren Vorkommen am Ende der Ge-schlechtskette wir studiert haben, während des ganzen Lebens der Ge-schlechter gewirkt haben. Denn andere, äußerlich hervortretende undstatistisch greifbare Ursachen für das Aussterben der Geschlechterexistieren nicht. Es gilt also zu sehen, wie dieselben Kräfte undZufälligkeiten ein Glied nach dem anderen, vom Anfang bis zumEnde, in den Geschlechtern mit mehr als einem Gliede gewirkthaben. Die statistische Geschichte der Eingliedsgeschlechter ist mitder des letzten Sprößlings, der zugleich selbst der Stammvater,also zugleich Anfang und Ende war, gegeben. Jetzt wollen wir dieZwei- und Mehrgliedsgeschlechter näher analysieren. Zu diesemrZwecke ist eine besondere Statistik hierüber aufgestelt, die sich inTabelle V unter den Beilagen befindet. Diese Statistik umfaßt
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