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Der Adel Schwedens (und Finlands) : eine demographische Studie
Entstehung
Seite
98
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in dieser Arbeit unberücksichtigt bleibt. Das statistisch greifbareGeschlecht ist nur die sozial und legal anerkannte männlicheBlutsverwandtschaftsgruppe; nur sie bildet auch ein in sozialerBeziehung gleichwertiges Ganzes. Und sie steht und fällt mitdem Hinzukommen ehelich geborener Söhne in jedem Gliede.Endet ein Glied, ohne eine solche männliche Nachkommenschaftzu hinterlassen, so wird die Kette abgebrochen, und das Geschlechtoder der Geschlechtszweig stirbt aus. Dies kann auf mehr alseine Art geschehen. Der letzte Sprosse kann als Kind oder un-mündig sterben, bevor er noch eine Familie hat gründen und da-durch das Geschlecht weiter führen können; er kann ferner alsJunggeselle sterben, oder nachdem er in einer sterilen Ehe gelebthat, oder in einer Ehe, die nur Töchter, oder endlich in einer, dieSöhne hat, welche vor dem Vater gestorben sind. In allen diesenFällen stirbt das Geschlecht aus.

Offenbar ist es bei diesem Studium der Art des Aussterbensder Geschlechter gleichgiltig, ob die ausgestorbenen Geschlechterselbständige Geschlechter oder nur Geschlechterzweige sind.Denn es sind bei dieser Untersuchung alle durch physischenTod erloschenen Geschlechter mitgenommen worden, über derenEnde die Quellen bestimmte Angaben enthalten. Ihre Anzahlbeträgt 1452. Werden sie nach den verschiedenen Arten desErlöschens und unter Trennung der Eingliedsgeschlechter vonden anderen Geschlechtern verteilt, so erhält man folgende Zahlen:

Der letzte Sp,rößling beim Tode:

Einglieds-geschlechter

1 °/

/ 0

übrige

Geschlechter

1 °lin

Summa

1 °l/ 0

Mündig unverheiratet

122 ; 23,9

454

48 ,1

57 6

20739i/

Verheiratet oder Witwer:

ohne Kinder

155 J 30.5

195

2°, 7

35°

24 ,1

nur mit Töchtern

IO8 21,2

143

15. 2

2 5i

! 7i3

mit Söhnen y vor dem Vater

124 24,4

129

3,7

2 55

1 7 >4

Unmündig

22

2 >3

22

'.5

Summa 509 100,00

943

100,00

1 45

100,00

Betrachtet man sämtliche aufgenommene Fälle (die letzten Ko-lumnen), so bedarf es kaum eines Kommentars zu diesen Zahlen.

Die gewöhnlichste Ursache des Erlöschens dieser Geschlechterist das Cölibat, demnächst die Kinderlosigkeit gewesen, was beidesganz natürlich erscheint. Eigentümlich dagegen ist, daß es relativso oft eingetroffen ist, daß Söhne vor dem Vater gestorben sind.