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Der Adel Schwedens (und Finlands) : eine demographische Studie
Entstehung
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Achtes Kapitel.

Statistische Geschichte der ausgestorbenen Geschlechter.

Wie die Geschlechter erloschen. In dem Vorhergehendenhaben wir die verschiedenen Arten erwähnt, wie die Geschlechterim allgemeinen erloschen sind: durch wirkliches Aussterben,Auswanderung, Unauffindbarkeit u. s. w. Hier handelt es sichum die Arten des physischen Todes. Wie die Individuen aufmehr als eine Art sterben können, durch Krankheit, Unglücks-fälle, Selbstmord u. s. w., so können dies auch die Geschlechter.Bevor wir weiter gehen, müssen wir jedoch die Bemerkungvorausschicken, daß wir in diesem Stücke unter dem Aussterbenvon Geschlechtern nur den Untergang des letzten Sprößlingsverstehen. Der Untergang eines Geschlechtes läßt sich zwar oftschon mehrere Glieder vorher, ehe die Schlußkatastrophe ein-bricht, wahrnehmen. Und will man die obige Frage gründlichbeantworten, so muß man dem Geschlechte während seinesganzen Daseins folgen. Aber so weit geht, außer betreffs der Ge-schlechter, die nur ein Glied besitzen, und von denen eine großeAnzahl vorhanden ist, die Untersuchung jetzt nicht. Das bleibtfür die folgende Darstellung übrig. Zunächst handelt es sichum den Schluß, den letzten Sprossen der Geschlechtskette unddie näheren statistisch greifbaren Umstände, die ihn zum letztenseiner Familie machten. Diese Umstände geben zugleich die Artdes Erlöschens des ganzen Geschlechtes an.

Wie das Leben des Geschlechtes durch das Fortleben undHinzukommen männlicher Abkommen gesichert wird, so erlischtes auch durch das Nichtvorhandensein männlicher Nachkommen-schaft ehelicher Geburt, welche ihren Erzeuger überlebt. Daß Ge-schlechter durch außereheliche Kinder fortleben können, ist einUmstand, der, wie schon im Vorhergehenden (S. 60) gesagt ist,

Fahlbeck, Der schwedische Adel. (