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kräften somit nicht nur die hier gezogenen Schlüsse nicht, imGegenteil, sie stützen sie sogar.
Ob dagegen als ein Moment in der Bewahrung der adligenGeschlechter die Errichtung von Fideikommissen, die häufiger beiden hochadligen Geschlechtern als beim niederen Adel vor-kommen, angeführt werden kann, ist ungewiß. In Deutschlandund Oesterreich hat dieses Institut sich als eher schädlich alsnützlich für den Bestand der Geschlechter erwiesen, indem dasselbeeinerseits verursacht, daß nicht erbberechtigte Söhne unverheiratetbleiben, und andererseits ein Streben seitens der Fideikommissarehervorruft, die Anzahl der Kinder zu begrenzen, was, das einewie das andere, für die Geschlechter verhängnisvoll ist 1 ). Ob sicheine solche Wirkung dieses Institutes auch in Schweden zeigt,kann ich für den Augenblick nicht bestimmen. Die Einführungdesselben fällt auch sehr spät, in die Zeit von 17 19—1809.
Außer der eben angeführten Verschiedenheit im Abgangezwischen aus verschiedenen Zeiten stammenden Geschlechtern,suchen wir vergebens nach solchen. Man sollte glauben, daß dieMassenproduktion neuer Adliger unter der Regierung Kristinasund Karls XI., sowie die beginnende Freiheitszeit einen ent-sprechenden Verlust unter ihnen im Gefolge gehabt hätte. Manstellt sich gern vor, alle diese niederen Beamten und Offiziere,denen damals die Adelswürde zuerteilt wurde, hätten keine Familiengegründet, sondern hätten ihre neuerworbene Würde mit ins Grabgenommen. Dies haben sie unzweifelhaft oft getan, aber, wie dieZahlen ergeben, in nicht größerer Proportion als zu anderenZeiten, wo inbezug auf die Erteilung der Adelswürde einegrößere Sparsamkeit herrschte. Aus diesen Zahlen geht unzwei-deutig hervor, daß die Geschlechter aus der Zeit des Massenadeinsebensosehr oder ebensowenig lebenskräftig waren wie alle anderennach 1626 Kreierten; und daß also die Anzahl erteilter Adels-diplome, ob groß oder gering, keinen nennenswerten Einfluß auf dasSchicksal dieser Geschlechter ausgeübt hat. Der Prozentsatz derUeberlebenden und der Ausgestorbenen hängt nicht vonder Größe des Grundstockes, dem sie angehören, ab. DieZahlen steigen und fallen wechselweise nur nach dem Alter. Diesesund nichts anderes bestimmt, mit oben beschriebenen Ausnahmenfür die alten landbesitzenden Geschlechter, ihre gegenseitige Größe.
1) S. hierüber Kleine, Verfall der A de lsge schlecht er, S. 32, 40, 48.
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