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Der Adel Schwedens (und Finlands) : eine demographische Studie
Entstehung
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nur drei Generationen veranschlagen kann, wie Georg Hansenbetreffs der höheren Klassen der Städte zu finden geglaubt hat,möge dahingestellt bleiben. Die näheren Umstände bei diesereigentümlichen Erscheinung sind noch in Dunkel gehüllt. DieStatistik, die allein für die Gegenwart eine exakte Antwort hieraufgeben kann, ist noch nicht zu dem Gegenstandedas Aus-sterben der Geschlechter" gekommen. Aber für die Vergangen-heit kann betreffs dieser seltsamen Tatsache kein Zweifel herrschen.Die Geschlechter der höheren Klassen sind zu allen Zeiten aus-gestorben, die Generationen mögen mehrere oder wenig-ere ge-wesen sein, aber meistenteils waren es wenige.

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Müssen die Geschlechter aussterben? Die Erfahrungen,die wir bisher betreffs der historischen Geschlechter gesammelthaben, führen von selbst zu der Frage, ob die Geschlechter mitNotwendigkeit denselben Gesetzen der Vergänglichkeit unterworfensind, wie die Individuen; ob sie, gleich diesen, aber verschiedenvon den Völkern, betreffs welcher man, trotz der vielen Fälledes Unterganges von Völkern, von denen die Geschichte erzählt,ein solches Gesetz schwerlich konstatieren kann, in bestimmterReihenfolge wachsen, blühen, altern und sterben. Es ist jedochohne weiteres klar, daß die Frage, falls sie in dieser Allgemein-heit aufgestellt wird und somit das Geschlecht in genere umfaßt,verneinend beantwortet werden muß. Denn wären die Geschlechterganz so wie die Individuen der Vergänglichkeit anheimgegeben,so müßten alle Geschlechter, und somit auch die Menschheit oderdas Volk, wenn wir uns an dieses halten, aussterben. Ein Volkbesteht nämlich in jedem Zeitpunkt aus einer gewissen Anzahlphysischer, sämtliche Individuen desselben umfassender Geschlechter.Stürben nun alle Geschlechter aus, so müßte auch das Volk aus-sterben. Obschon das letztere oft eingetroffen ist, und damitauch das erstere, so lag der Grund dazu doch nicht im Wesendes Geschlechtes, sondern in allerhand anderen äußeren undinneren Umständen. Diese Tatsache, daß nicht alle Geschlechteraussterben, so lange das Volk existiert, genügt, um uns einsehenzu lassen, daß die Sterblichkeit nicht zur Natur des Geschlechtesgehört. Mit anderen Worten, es ist keine innere Notwendigkeitdafür vorhanden, daß die Geschlechter aussterben müssen.

i) Ängef. Arb., S. 179.