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Stimmung der Geschlechter ist, und der Familienname vielleichterst in dem vorletzten Gliede angenommen worden ist, das Ge-schlecht nicht das umfaßt, was es umfassen sollte, nämlich alle gleich-zeitig lebenden auf der Mannesseite A^erwandten. Das Geschlechtkann nämlich, je nachdem der Ausgangspunkt desselben kürzeroder länger zurück in vergangenen Gliedern liegt, einen ver-schiedenen Umfang haben. Von einem Stammvater im siebentenGlied können vielleicht an einem gegebenen Zeitpunkt 100 Nach-kommen leben, während von einem seiner Nachkommen, der vondemselben Zeitpunkte zurück gerechnet das dritte Glied bildet,möglicherweise nur 20 vorhanden sind. Hat nun der Mann imdritten Glied zuerst einen Geschlechtsnamen angenommen unddadurch die Aussonderung seiner Nachkommen als ein Geschlechtmöglich gemacht, so zählt das letztere nur zwanzig Mitglieder;hat es dagegen der Mann im siebenten Glied getan, so zählt eshundert. Diese UnVollständigkeit des Materials ist jedoch vonkeiner so großen Bedeutung, wie man glauben sollte. Das be-nannte und deshalb bekannte Geschlecht bildet stets nur einenTeil des wirklichen Geschlechtes. Der Punkt, von welchem ausder Stammbaum beginnt, muß immer ein willkürlicher und vondem wirklichen Anfangspunkte — dem ersten, der der Stamm-vater des A^olkes wurde, um nicht den ersten Menschen, Adam,zu nennen — unendlich weit abgelegener sein. Der bezüglicheKreis der Blutsverwandtschaft, das Geschlecht, ist deshalb stetsein konventioneller. Dies wirkt aber auf die wichtigsten demo-graphischen Verhältnisse, die ein Studium des Geschlechtesbietet: dessen Zunahme und Erlöschen sowie Zusammensetzung,wenig oder gar nicht ein. Sowohl das eine wie das andere läßtsich unbeschadet der Länge oder Kürze des Stammbaumes be-obachten; und liegt nur eine einigermaßen große Anzahl Ge-schlechter verschiedener Alter vor, so lassen sich trotz der A^er-schiedenheiten in bezug auf den Anfangspunkt und den Um-fang allgemeine Resultate erzielen.
Es läßt sich indessen nichLleugnen, daß sich, je vollständigerdas Material wird, indem immer mehr Geschlechter bekannt undauch die Stammbäume so weit zurück wie möglich geführtwerden, unsere Kenntnis nicht allein des Geschlechtes, sondernauch mehrerer anderer demographischer Erscheinungen sehrbedeutend erweitert. Man möge sich nur vorstellen, daß bei derersten vollständigen Volkszählung in Schweden 1751 die Ge-