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Der Adel Schwedens (und Finlands) : eine demographische Studie
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besitzen oder annehmen, können hoffen, daß die Kenntnis vonihnen bei ihren Nachkommen aufrecht erhalten wird. Mit Rechtkann man deshalb sagen, der Anfang der historischen Geschlechterund somit ihr Alter datiert von dem Tage an, wo jemand einenFamiliennamen annimmt und es dadurch den Nachkommen er-möglicht, die vergangenen Glieder im Gedächtnis festzuhalten undauch in der lebenden Generation seine Blutsverwandtschaftsgruppezu erkennen. Die Annahme von Familiennamen bezeichnet alsobesser, als etwas anderes, die Absonderung des historischen Ge-schlechtes von dem physischen, den Grenzpunkt zwischen unbe-kannten und bekannten Ahnen. Wie schon angedeutet, fällt dieseGrenzscheide gewöhnlich mit dem Aufsteigen des Betreffendenin sozialer Beziehung aus der namenlosen großen Masse in diehöheren Klassen zusammen 1 ).

Das Geschlecht als Bevölkerungsgruppe. Obschon das Ge-schlecht seine politische und soziale Existenz verloren hat undsogar dem Bewußtsein der meisten Menschen entschwunden ist,hat es deshalb nicht zu existieren aufgehört. Es besteht jetzt,wie es stets gewesen, als eine grössere oder kleinere durch dieBande des Blutes verbundene Volksgruppe. In dieser Eigenschafthat das Geschlecht fortdauernd Anspruch auf unsere Aufmerk-samkeit, obschon die Aufmerksamkeit in erster Reihe wissen-schaftlicher Natur ist. Für die Demographie ist das Geschlechteine äußerst interessante Erscheinung und wird es stets bleiben.Es ist nämlich neben der Familie die einzige physisch natürlicheA r olksgruppe, die existiert.

Die offizielle Statistik hat sich mit der Gruppe Geschlechtnoch nicht befaßt. Ihre Auffassung des Menschen als Naturwesensist eine beinahe rein atomistische, Individuum auf Individuum in ab-strakter Isolierung. Nur sehr unvollständig vermag sie die Verbindungder Individuen in der Familie (Mann, Weib und Kinder) fest-zuhalten ; die Vereinigung- derselben in die größere natürliche

i) Der allgemeine Volksunterricht hat nacli und nach zur Folge, daß eine großeMenge Personen Familiennamen annehmen, ohne deshalb zu den sogenannten gebildetenKlassen überzugehen. Bisher bat sich jedoch die große Masse des schwedischen Volkesum keinenanderen Namen als den Taufnamen mit Zusatz des Vaternamens und einesfolgendenSohn" oderTochter" gekümmert.

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