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gesehen entsprechen zwar diesen Klassen dieselben sozialen Funk-tionen, die im Standeswesen auf Adel, Priesterschaft, Bürger undBauer, sowie Arbeiter verteilt waren. Aber die sozialen Auf-gaben sind in Unendlichkeit spezialisiert worden, und vor allem,die Personen sind nicht länger an dieselben gebunden; und derBesitz, der wohl am meisten die Gruppierung der Individuen inder Klassengesellschaft bestimmt, bietet ebenfalls keine festenGrenzen. Zwischen den Reichtümern des Multomillionärs und derArmut des Proletariers liegt eine große Mannigfaltigkeit vonGraden ohne bestimmte Uebergänge. Dies bewirkt, daß diesozialen Massen der Klassen schlecht begrenzt sind. Die Statistikwird niemals auf eine genaue Zahl bestimmen können, wievieleund welche der einen oder anderen Klasse angehören. Augen-blicklich wird man deshalb kaum etwas anderes tun können, alsden Typus für die verschiedenen Klassen zu beschreiben, indemman eine gewisse soziale Masse, die die ganze Klasse mit dergrößten Reinheit wiederzuspiegeln scheint, ausmustert und be-handelt. Dies ist auch der Weg, dem die vorliegende Arbeit folgt,indem sie den Versuch macht, die allgemeine Bevölkerungsstatistikauf die neue Bahn zu führen, die sie, ihrer ferneren Entwickelungund einer eingehenden Kenntnis des Menschen und der Gesell-schaft wegen, betreten muß.
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Spezialisierung der Bevölkerungsstatistik. Für eine voll-ständige Volksbeschreibung genügt es nicht, daß man, wie esbisher geschehen, die Individuen und die Eigenschaften derselbenin der ganzen Masse des Volkes ohne Unterschied kennen lernt.Sie muss in diese eindringen, sie in ihre organischen Bestandteilezerlegen und dann jeden für sich mit Rücksicht auf die genanntenEigenschaften u. a. m. betrachten. Nur in einer Beziehung istes der allgemeinen Bevölkerungsstatistik bisher gelungen, in dieMasse des Volkes zu dringen, nämlich mit Rücksicht auf ihrelokale Verteilung. Allein die Einteilung nach dem Räume gibtzwar besondere Massen, die in gewissen Fällen interessant zubeobachten sind, wie Land- und Stadtbevölkerung, Großstadt- undKleinstadtbevölkerung, die aber auch oft ziemlich gleichgültig fürdie wissenschaftliche Erfassung des Volkes sind. Es gibt andere,die kennen zu lernen gewöhnlich viel wichtiger ist. Das Volk