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ist nämlich in den Kulturstaaten keine unterschiedslose Masse,ohne eine andere Verteilung als die territoriale. Es ist vielmehrein in soziale Gruppen verteiltes und aus solchen zusammengesetztesGanzes, was man nach dem Vorbilde des Einzelwesens einenOrganismus zu nennen pflegt. Die Glieder dieses Organismussind die Stände und Klassen, sowie die Gewerbe. Eine jede solcheGruppe in allen demographischen Beziehungen auszusondern undzu beschreiben, ist noch nicht gelungen. Nur einzelne statistischeMomente, wie Mortalität, Eheschließungsfrequenz und Kindcr-anzahl der Familien, sind in den verschiedenen sozialen Schichtenzum Gegenstand von Untersuchungen gemacht worden. Auf•diesem Wege müssen wir weitergehen. Man hat bisher in derganzen Masse des Volkes nur einen Typus mit den lokalen Ver-teilungen als Variationen dazu erhalten. Aber dieser generelleTypus faßt eine Menge den verschiedenen Klassen und Gewerben■entsprechende Spezialt} r pen in sich. Von diesen wissen wir, mitden eben genannten Ausnahmen, so gut wie nichts. Hier liegt•die wichtigste Aufgabe der Bevölkerungsstatistik der Zukunft.
Und nicht allein die Wissenschaft ist hieran interessiert.Große und mächtige soziale Bedürfnisse fordern jetzt auch, daßdie Statistik in die Masse der Bevölkerung eindringt, um wenigstens•eine besondere soziale Gruppe — die der Arbeiter — zu be-schreiben und ihren Typus festzustellen. In fast allen zivilisiertenStaaten werden gegenwärtig die größten Anstrengungen gemacht,um eine Arbeiterstatistik zustande zu bringen. Man will dieMasse der Arbeiter herausnehmen, um sie in verschiedenen, in■erster Reihe ökonomischen, aber auch rein bevölkerungsstatistischenBeziehungen für sich allein zu studieren und zu beschreiben. DieBevölkerungsstatistik steht hier vor dem neuen Wege, den ich•eben angedeutet habe. Indem sie diesen betritt, wird sie diespezielle Statistik, die eine wissenschaftliche Bevölkerungslehrefordert, die sie aber mangels Materials bisher entbehren mußte.
Hiermit ist der Platz vorliegender Untersuchung in derstatistischen Forschung angegeben. Sie bildet einen Versuch, indie Masse des schwedischen Volkes einzudringen, eine gewissesoziale Gruppe davon, den Teil der gebildeten Klasse, der imAdel ein äußeres Kennzeichen besitzt, auszuscheiden und sie, soweitdas Material es gestattet, zu beschreiben und ihren Typus festzu-stellen. In einer Beziehung geht sie gleichwohl noch weiter. EineUntersuchung über den schwedischen Adel findet Gelegenheit, eine