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Der Adel Schwedens (und Finlands) : eine demographische Studie
Entstehung
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gaben, die die Stände repräsentieren, hätte geben sollen. DieseAufgaben treten unabhängig vom Besitz und dessen Verteilung aufund existieren unabhängig von diesen. Dagegen ist ohne weiteresklar, daß mit der Entstehung getrennter Stände ungleicher Eigen-tumsbesitz folgen mußte. Und ist dieser einmal da, so bewirkter, daß die Individuen sich in die genannten Aufgaben verschie-den verteilen, daß der Reiche Krieger und Staatsmann, der ArmeLeibeigner und Bauer ist. Hieraus folgt dann wieder, daß dasursprüngliche Verhältnis sich umdreht. Zuletzt fällt dies mit derA^erwandlung der Stände in Klassen zusammen. Nun macht dasEigentum den Klassenunterschied, ebenso wie der Stand ur-sprünglich die Eigentumsverteilung bestimmt hat. Die beidenErscheinungen sind während des historischen Verlaufes abwech-selnd Ursache und Wirkung. Auf diese Weise versöhnen sichdie streitenden Ansichten miteinander.

Bereitwillig sei jedoch eingeräumt, daß es noch lange dauerndürfte, bis die Forschung in dieser für alle Gesellschaftslehre sowichtigen Frage, besonders wenn man zu den Einzelheiten kommt,ihr letztes Wort gesagt hat. Hier mögen nur noch einige allge-meine Gesichtspunkte betreffs der Geschichte des StandeswesensPlatz finden.

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Entstehung und Verwandlung der Standesunterschiede.

Die unterschiedlose Gleichheit der Menschen ist der Anfang derGeschichte und dürfte ihr Ende sein. Zwischen diesen beidenEndpunkten treffen wir unter den Kulturvölkern nur Staaten mitsozialen Unterschieden. Dies liegt im Wesen der Kultur. Dieseschließt immer eine Differenzierung in sich. Das Einfache undUnterschiedlose wird zusammengesetzt und voll von Verschieden-heiten. Die Gleichheit wird gebrochen, Stände und Klassen ent-stehen. Die vornehmste Triebkraft in dieser Entwickelung ist,wie oben angedeutet, das Bedürfnis der Arbeitsverteilung, undder Grund dieser ist wiederum das bewußte oder unbewußteStreben, ein besseres und vollkommeneres Arbeitsprodukt zu er-zielen. Denn das ist die Bedeutung aller Arbeitsverteilung, be-sonders aber der ursprünglichen, von der hier die Rede ist, derBerufsbildung', wie Bücher sie nennt. Nur dadurch, dass ge-trennte Hände sich an die verschiedenen sozialen Aufgaben