Druckschrift 
2 (1851)
Entstehung
Seite
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Wenn die Glasplatten des Daches eine prismatische Ge-stalt haben, so wird die Richtuno- des Strahles, welcherdurch sie hindurchgeht, geändert werden und alsdann inder Höhenbestimmung ein mehr oder weniger merklicherFehler stattfinden. Es ist jedoch leicht sich vom Einflüssedieses Fehlers frei zu machen; denn hat man einige Beobach-tungen in einer Lage des Daches angestellt, so braucht mandieses darauf nur umzustellen, so dass die Seite, welchevorher nach vornen gewendet war, darauf nach hinten ge-wendet wird, und dann stellt man wiederum eben so vieleBeobachtungen bei dieser entgegengesetzten Lage des Dachesan; das Mittel, welches aus allen diesen Beobachtungen her-geleitet wird, wird von der fehlerhaften Gestalt der Dach-gläser gänzlich unabhängig sein. Ilm die beiden Seiten desDaches zu unterscheiden, macht man auf ihren entgegen-gesetzten Seiten, beliebige Bezeichnungen; zum Beispiel aufder einen Seite A , und alsdann auf der anderen Seite B.

Anstatt des Quecksilbers kann man zur Bildung eineskünstlichen Horizontes, Baumöl oder anderes Del brauchen;alsdann macht man aber den Kasten aus Blech und streichtihm mit schwarzer Farbe an; dieser Horizont wird in sofern bequemer als ein Quecksilber-Horizont sein, dass bei ihm,die Flüssigkeit nicht so leicht in eine wellenförmige Be-wegung geräth; doch wird auf der Quecksilber Fläche dasLicht am stärksten gespiegelt, und daher das Bild amglänzendsten sein; bei Sonnen-Beobachtungen hat dieseskeinen Nachtheil, weil das Sonnenlicht, ohnedem sehr ge-schwächt werden muss; bei der Beobachtung von Sterns-Höhen dagegen, ist der Unterschied sehr merklich. Zuweilenbenutzt man auch ebenso einen gläsernen Horizont; er be-steht aus einer polirten und sehr genau-ebenen Glasplatte,welche auf ihrer unteren Fläche aber matt geschliffen ist;diese Platte stellt man alsdann horizontal auf, durch einempfindliches Niveau, welches mit Füsschen von Elfenbein