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Guitav Peter Lejeune Dirichlet.
jährige Student aus der Ideinen rheinischen Provinzialstadtgehabt, diese Autorisation zu erwirken?
Bald aber sollte in seinem stillen Leben ein grosser Um-schwung eintreten: der General Foy, ein geistreicher, hoch-gebildeter Mann, ein Haupt der Opposition in der Deputirten-kammer und einer ihrer berühmtesten Redner, mit einer glän-zenden militärischen Vergangenheit, suchte einen Lehrer fürseine Kinder, der dieselben hauptsächlich in deutscher Spracheund Litteratur unterrichten sollte, und durch die Vermittelungeines alten Kriegsgefährten von Foy und Hausfreundes vonDirichlet's Eltern, Larchet de Chamont, bekam Dirichlet, dergleich bei der ersten Zusammenkunft einen höchst günstigenEindruck auf Foy machte, diese Stelle, mit einem anständigenGehalt und so geringen Verpflichtungen, dass ihm ausreichendeZeit zur Fortsetzung seiner Privatstudien blieb. Merkwürdiger-weise ist Foy der dritte französische General (von Sebastianiund Davoust ist in Henriette's Geschichte dasselbe berichtetworden), dem deutsche Bildung so begehrungswertli vor-gekommen war, dass er sie seinen Kindern auf jeden Fallsichern wollte; hier aber war die Verpflichtung eine gegenseitige;denn Dirichlet wurde bleibend und bestimmend beeinflusst durchdas Beispiel ehies thatkräftigen, edlen und feingebildeten Mannes,das er in Foy vor sich hatte, und durch den herzlichen undzwanglosen Umgang mit der Generalin, die ihre lange ver-nachlässigten deutschen Studien bei ihm wieder aufnahm undihm dafür seine Germanismen im Französischen austrieb. Vongrosser Bedeutung für sein ganzes Leben war es auch, dassdas Haus des Generals, welches ein Vereinigungspunkt derersten Notabilitäten in Kunst und Wissenschaft der HauptstadtFrankreichs war und in welchem von den angesehenstenKammermitgliedern die grossen politischen Fragen verhandeltwurden, die zunächst zu der Julirevolution 1830 führten, ihmzuerst Gelegenheit gab, das Leben in grossartigem Massstabezu sehen und sich daran zu betheiligen. Eine nette Stellefindet sich in einem Klingemann'schen Brief, aus der man einsehr lebendiges Bild von Dirichlet im Foy'schen Hause bekommt,er schreibt lsten März 1833 anRebecka: „Es ist ein Unglück,