Druckschrift 
1 (1888)
Entstehung
Seite
269
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Landaufenthalt. Enryanthepartitur.

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schrank des alten Attwood, und der Schlüssel steckt darin, dakrame ich denn herum, und wie ich neulich ein Tedeum vonCroft über's andere und zwanzig Anthems von Boyce finde undin Psalmen von Purcell wühle, — was fällt mir da in dreidicken Bänden auf? — JEuryanthe, score!*) Das war ein Fund!Nun lese ich's sehr aufmerksam durch und erquicke mich darin;der alte Herr hat sich's von Deutschland aus kommen lassen, um'sbesser kennen zu lernen, als aus dem Auszug; eine Stelle schreibeich mir Merkwürdigkeit halber ab, es ist die in ges „Der dudie Unschuld kennst", Du weisst, Fanny, dass ich immerbehauptete, da klänge es nach Blech wie nirgends; und wasist's? der Herr von Weber hat dazu drei Posaunen, die Trom-peten, zwei Hörner in es und — zwei Hörner in des!!! Dasist doch wohl toll? Und süsse Flöten gieht's überall. S'isteine liehe Musik und mir kommt's sonderbar vor gerade hierin England, wo kein Mensch sie kennt und kennen kann, undwo sie den Weber doch eigentlich schändlich behandelt haben,und wo der Mann gestorben ist, gerade da sein Lieblingswerkso genau mir ansehn zu können. Auch Cherubini's Requiemund Anderes habe ich gefunden, und so geht die Zeit sehrangenehm vorbei.

P. S. von Klingemann.

In Berlin hätte ein Aufzug achttägiges Stadt- und

Theegespräch veranlasst, der gestern durch die Felder umNorwood ohne weitere Störung der öffentlichen Ruhe und derSabbathordnung zog. In Norwood lebt nämlich einer derdistinguirtesten Esel, die je Disteln gefressen haben (er kriegtaber nur Korn) — ein milchweisses rundes Thier voller Leb-haftigkeit und Gaben, von einem der Attwood'schen Söhne, demTheologen William, grossgezogen und nun selber ziehend,nämlich ein ganz kleines vierrädriges Fuhrwerk: In diesemsass Felix, munter trottirte der Donkey die Heerstrasse entlang,einige Hunde sprangen nebenher, und zu beiden Seiten oderhinterher schritten durch Dick und Dünn, Hügel auf, Hügel

*) Partitur.