Et.wch. 13,509, — hatten, und den schönsten Lohn ihrerBeharrlichkeit in der Gewißheit fanden, die Dauer ihresGebäudes auch für die Zukunft gesichert zu sehen, da sienun wußten daß der Grund, auf den sie es errichtet, dieöffentliche Meinung, die allgemeine Thcilnahmc lind all-gemeine Menschenliebe, ein fester sey.
Anders war das Verfahren welches man, wie obengezeigt, nach Befreiung von dem lästigen und verderblichenFremdenjoche glaubte beobachten zu müssen. Mit demredlichsten, mit einem, unter jenen Umständen die nur zusehr zum Egoismus zu führen geeignet waren, doppeltlobenswcrthen Eifer, wurde auch die Armen-Anstalt sofortnach ihrem ersten Muster wieder organisirt, und ihr wardganz besonders das Glück zu Theil, daß Viele der Männer,die noch zu den ersten Gründern oder Mitarbeitern gehör-ten, auf's Neue die Hand an das Werk der Liebe legten.Sie besaß noch ein Capital von etwa drittch.ilb hundert-tausend Mark Banco,*) es wurden wieder die früherenSubscriptivncn eröffnet, und was nicht durch den Ertragder Zinsen und milden Beiträge bestritten werden konnte,wurde aus der Staats-Casse ergänzt. So einfach undnatürlich ein solches Verfahren auf den ersten Anblick er-scheint, so liegt doch in diesem letzten Punkt allein derganze Unterschied von dem früheren Systeme, denn dieFolge war, daß die Armen-Anstalt nunmehr von dcr'Staats-Eassc abhängig wurde, wallte diese ncmlich hergeben, wasjener zur Bestreitung ihrer Ausgaben gebrach, so konntesie auch strenge Rechenschaft, und vor allen Dingen diegrößte Sparsamkeit und Beschränkung auf die dringendstenund laufenden Bedürfnisse verlangen; sie konnte zugleichverlangen, daß die Armen-Anstalt ihre eigenen Mittel, soweit sie nur reichten, zu diesen Bedürfnissen verwende,damit der Staat nicht um ein Mchreres, als durchausnöthig sey, in Anspruch genommen werde; und sie konnteendlich verlangen daß die Anstalt ihre Capitalicn wohlasscrvire, danut die Erleichterung welche dem Staate ausden Auskünften derselben erwachse, eine dauernde sey. —Aber auch das Publicum ward sehr bald inne, daß seine
5) So viel vermochte die Mutter-Anstalt der Tochter nochzu hinterlassen, trotz des oben beschriebenen Anfanges;und dabei hatte sie ein Paar Mal bunderttausend Markauf den Bau eines Schulhauses verwendet, und seit IslIZjahrlich Zuschüsse an die Haupt-Casse gemacht!