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Über die Hamburgische Armenanstalt von 1788 - 1794
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hatten. Es erforderte eine geraume Zeit, ehe wir nur erstdiese unglücklichen Geschöpfe daran gewöhnen konnten, ihreAufmerksamkeit auf irgend eine Arbeit, geschweige dennauf Unterricht, zu wenden. Gelinde Behandlung und Be-harrlichkeit erhielten endlich über die meisten Fehler undLaster die Oberhand, an die sich so leicht solche Kindergewöhnen, die zum Betteln erzogen werden.

Unsere Krankenanstalt gedieh früher zur Vollkom-menheit. Ich beziehe mich auf einen trefflichen Berichtvon derselben, der im ersten Bande unserer jährlichenNachrichten befindlich ist.

Es ist Thatsache, daß innerhalb drei Jahren die Zahlder Kranken 12Y6Y gewesen war, deren Cur, Suppe undKrankenkost mit einbegriffen, für Jeden ungefähr 2 Mark8 Schilling gekostet hatte.

Offenbar ersparten wir viel dabei, daß wir keineneignen besoldeten Apotheker, und kein besonders dazu ein-gerichtetes Krankenhaus hatten.

Wir brauchten immer einige arme Frauen zu Kran-kenwärterinncn, wenn die Kranken nicht von den Ihrigenverpflegt werden konnten, und fanden sie sehr brauchbarzum Abholen der Arzcncimittel, und zur Berichtserstat-tung an die Aerzte über des Kranken Befinden.

Mit diesem kleinen Zusätze glaubten wir, daß, einigewenige Falle ausgenommen, der Ausschlag unserer Erfah-rung wider die Hospitäler sey.

Der Kranke befindet sich besser in seinem eignen Bette,unter den Seinigcn und seinen Nachbarn, gewöhnt sichnicht an Müssiggang, und wendet die Zeit seiner Gene-sung nützlich an. Auch bewies der Erfolg, daß diese Me-thode die wohlfeilste ist.

Unsere Ausgaben belicfen sich am Schluß der dreiersten Jahre auf 7V5367 Mk.

Sie hatten mit jedem Jahre zugenommen,weil die Privatunterstützung aufhörte, und alleArme zuletzt zu der ihnen dargebotenen Hülfe