Arbeit, Arbeit zur Bequemlichkeit, Bedürfnisse der Bequem-lichkeit zum Flciße und zu allen den Tugenden antreibt,wodurch die arbeitende Menge die Stärke und Glückselig-keit des Landes auf eine nicht zu berechnende Weise be-fördert. Und indcß man dabei jene achtungswerthe Ar-muth versäumt, die vvr dem öffentlichen Anblicke zurück-bebt, muntert man durch verschwenderische und unterschci-dungslose Wohlthaten alle die abscheulichen Künste nachmehv auf, wodurch das Betteln ein besseres Gewerbe wird,als irgend ein Handwerk.
Die Größe des Ucbels muß am Ende ein Hülfsmitteldarwider herbeiführen. In Hamburg war es unerträglichgeworden, als das Publikum, durch einige speculativc Er-örterungen dieses Gegenstandes vorbereitet, und durch einigeglückliche Privatuntcrnchmungcn ermuntert, sich entschloß, eszum Gegenstande seiner ernstlichen Erwägung zu machen.Das erforderliche Geld wurde reichlich beigetragen; undwas noch ein größeres Opfer war, viele gewährten ihrenpersönlichen Beistand, um die Wohlthätigkeit ihrerMitbürger in das rechte Gleis zu lenken. Zweihundertvon den würdigsten und angesehensten Einwohnern dieserStadt haben sich in den letzten sieben Jahren auf dieseWeise beschäftigt; und während dieser Zeit ist in Hamburgnur selten ein Bettler zu sehen gewesen.
Aus folgender kurzen Nachricht wird sichs ergeben,daß man nicht nur zur wirklichen Hülfe der Armen sehrviel that, sondern daß man auch schon einige Schritte zudem noch wünschcnswcrthercn, obgleich nur langsam zuerreichenden, Ziele gethan hat, einige Ursachen der Armuthzu verhüten.
Zu den allgemeinen Ursachen der Armuth kommt inHamburg noch die gewöhnliche Unfreundlichkeit der Winter,der schwankende Wechsel verschiedener Handelszweige, vonwelchen die Armen ihren Unterhalt hoffen können; dieMenge von Leuten, welche aus den nahegelegenen ärmcrnGegenden mit der, oft getauschten, Erwartung herbei