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Hier erwirbt der Arbeiter sogar noch etwas mehr als dies,bis die zunehmende Bevölkerung den Lohn der Arbeit ver-ringert, und die Preise steigert. Alsdann verschafft ihmsaure Arbeit nicht mehr als ein dürftiges Einkommen, wo-von er nur mit genauer Noth leben kann; nur wenig zuseiner Bequemlichkeit, noch weniger zur Erziehung seinerKinder, und gar nichts, wozu er alsdann greifen könnte,wenn es ihm an Arbeit fehlt, wenn er krank und bettlä-gerig wird, oder eine strengere Jahrszcit mehr Nahrung,mehr Kleidung und Feuerung zu einer Zeit verlangt, woes gerade wenig zu arbeiten giebt. Dann verkauft oderverpfändet er sein Bett, sein Handwcrksgcräth, seine ganzeHabe, bis die Berzwcifclung über seine Lage ihn um seineMäßigkeit, Ordnungsliebe, Fleiß und Sparsamkeit bringt.Dann verfällt er durch sein Elend in die Liebe zum Trunk,und wird, in einem traurigen Kreisläufe, durch die Ge-wöhnung ans Trinken auf immer elend. Müssigang,Bettelei und das ganze Gefolge von Lastern, welches siebegleitet, zerstören seine Arbeitsamkeit vollends; und wenndieser Zustand eine Zeitlang fortgedauert hat, ist er fürOrdnung und Regelmäßigkeit unwiederbringlich verloren.
In den südlichen Gegenden von Europa, wo derHimmelsstrich milde ist, brauchen die Menschen nur wenigNahrung, weniger Klcivung, und kaum irgend ein Obdach.So viel sie weniger bedürfen, ist auch für die Entwicke-lung ihrer Kräfte verloren. In diesem Zustande führt eineMenge von Menschen das Leben eines Wilden mitten ineinem verfeinerten Staate, und gewohnt sich durch Sorg-losigkeit und Unabhängigkeit, durch Ausgelassenheit undMüssiggang, an diese Lage. Ihrer Taufende drängen sichan die Pforten der Klöster in Spanien, um etwas Suppezu bekommen; ein Tribut den die Trägheit der Mildthä-tigkeit auferlegt hat. In Neapel werden vierzig tausendLazaroni selbst dem Despotismus furchtbar.
In diesen Ländern sind Ehebruch und Unzucht gemein;die Quellen des Lebens werden durch schreckliche Krank«