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Über die Hamburgische Armenanstalt von 1788 - 1794
Entstehung
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Shrewsbury und Glasgow*) haben gezeigt,welche Borthcile schon durch einige Abweichung von derin England und Schottland gewöhnlichen Verfahrungsartzu erhalten stehen. Die Aehnlichkcit der von ihnen befolg-ten Grundsätze mit denen, welchen wir in Hamburg un-fern glücklichen Erfolg zu danken haben, war auffallend,und bewog Sie zu dem Wunsche, daß ich Ihnen eine um-ständlichere Nachricht von unfern Anstalten geben möchte.

Unstreitig ist es Pflicht für mich, Ihnen das Wenige, ,was ich zu geben vermag, für das Viele, was ich em-pfing, zurück zu geben. Und der Grund, warum ich dieseNachrichten Ihrer Kenntniß nicht unwürdig glaube, istder, weil es kein idealifchcr Entwurf ist, der von einemwarmen Herzen und einer lebhaften Phantasie so leicht ge-macht wird, sondern ein wirklicher, in den letzten sechsJahren angestellter Versuch, bei einer Volksmenge von hun-dert und zehn tausend Menschen, die das Unglück haben,ungefähr sieben tausend Arme unterhalten zu müssen, undaußerdem noch drittehalb tausend in ihren verschiedenenHospitälern. Eh' ich indeß weiter gehe, erlauben Sie mir,ein paar allgemeine Bemerkungen vorauszuschicken, wovondie folgenden Blätter die Anwendung enthalten werden.

Die Natur hat in den Busen aller ihrer Kinder vieleund mancherlei Triebe gesenkt, die sie fortwährend zu an-haltender Thätigkeit weckenz ihre Fortschritte zur größernVollkommenheit hängen von der unaufhörlichen Uebungihrer Kräfte zu niemals ganz zu crreichxnden Zwecken ab.

sey; so würden, bei einer Wolkszahl von neun Millio-nen, fünf Pfund auf jeden einzelnen Armen kommen. Undgewiß ist doch unter der Menge dieser Armen der vierteLchcil im Stande, irgend eine Arbeit zu verrichten, und dieHälfte fähig, ziemlich viel zur Erwerbung ihres norhdürf-tigen Unterhalts beizutragen. Amu. d. Vcrf.

*) S. ^ooct's -tccnunt ol tvs Klirevsdui^-Ilouse otInclustrz'; 1792 Or> I'oiteonz's Detter on tlieManagement et tke I'vor-tunä« in lZIssgov.