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Über die Hamburgische Armenanstalt von 1788 - 1794
Entstehung
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führten, und mir alle die zahlreichen Denkmäler brittischen

Menschengefühls zeigten.

In unfern Unterredungen über dicfe Gegenstande ge-dachte ich oft des glücklichen Erfolgs, den unsere Bemü-hungen in Hamburg gehabt hatten, der Bettelei Einhalt -zu thun, die Arbeitsamkeit zu ermuntern, und unter einerzahlreichen Armcnclasse die Gesundheit wieder herzustellenund die Sittlichkeit zu befördern.

Sie alle schienen der Meinung zu scyn, daß in Eng-land einige Folgen der vorhandenen Armcngcsetze es sehrschwer machten, diese Vortheile in einem mit den ansehn-lichen zu diesem Zwecke verwendeten Summen verhältuiß-mäßigcn Grade zu bewirken; daß nicht nur das Recht,welches eine arme Familie hat, am Ende auf Kosten desKirchspiels zu leben, sorglosen Müssiggang befördere; son-dern daß auch der jahrliche Wechsel der Armen-Vorsteher, derMangel eines gleichförmigen Systems in Vcrtheilung derverschiedenen Unterstützungsmittel, und eines allgemeinenPlans, diese Mittel zur Beförderung der Sittlichkeit, undfolglich auch des Glücks der unterstützten Volksclasse zubenutzen, einige Abänderung in der Verwaltung und Aus-theilung jener äußerst ansehnlichen Beihülfcn erfordere,welche Ihr edelmüthigcs Vaterland den Bedürfnissen seinerArmen gewahrt*).

Die Armcngelder belaufen sich auf drittehalb MillionenPfund Sterling. Es ist gewiß noch zu wenig, wenn mandie Summen zu noch einer Million mehr anschlagt, welchein England in Hospitalern jeder Art und in Arbeitshäusernaufgewandt werden. Rechnet man hiezu noch die großenSummen, welche die Milde des hohen und Niedern Adelsauf seinen Landsitzen jährlich verthcilt, die unzähligen Unter-zeichnungen unmittelbarer Beihülfe u. s. f., so glaube, ichgewiß, daß die Summe der Almosen und Armengeldcr sichin England jährlich nahe an fünf Millionen belaufe. Un-streitig ist dieß zu viel. Nimmt man auch das übertriebene" erhältniß an, daß unter zehn Menschen Einer hülfsbcdürftig