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Verzeichniss der in dem Historischen Museum der Stadt Düsseldorf befindlichen bildlichen Darstellungen
Entstehung
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Wilhelms IV., Gemahlin des Erzherzogs Karl von Oesterreich,dritten Sohnes des Kaisers Ferdinand I. Sie soll auf demBilde Annae Vladislai Hungariae et Bohemiae regis filiaefilia heissen. Es sind aber die Worte filiae filia wegge-lassen, wodurch Unverständlichkeit entstellt. Die Anna,die hiernach ihre Grossmutter, ist die Tochter des Wla-dislaw, der der älteste Sohn des polnischen Königs KasimirIV. war, aber diesem auf dem Throne Polens nicht folgte, weiler in Böhmen auf Georg Podiebrads Betreiben zu dessenNachfolger gewählt worden war, wozu er später, ebenfallsdurch Wahl, auch die ungarische Königskrone erhielt.Der Erzherzog Karl, mit dem Maria vermählt war, regiertein Graz über Steiermark, Kärnthen, Krain und Istrien.Aus dieser Ehe stammt Kaiser Ferdinand II., der, demKaiser Matthias in der Regierung über die anderen öster-reichischen Länder nachfolgend, Tyrolund Vorderösterreich,seinem jüngeren Bruder Leopold überliess.

120—-124. Maximilian, Enkel Albrechts V. und SohnWilhelms V., Herzag von Baiern 1596 —1651 sowie ersterKurfürst von Baiern seit 1625. S. 101, 118.

125. Maximilian Philipp, zweiter Sohn Maximilians,Inhaber der Landgrafschaft Leuchtenberg in der Ober-pfalz. Da diese Herrschaft ein Reichslehen war unddaher nicht mit der übrigen Oberpfalz in den BesitzBaierns gelangte, sondern in Verbindung mit demselbenerst dadurch kam, dass Maximilians Bruder Albrecht sieals Schwiegersohn des vorigen Besitzers erhielt, kam sienachher an Maximilians zweiten Sohn und ging von ihmnach der für Lehen schon üblich gewordenen Erblichkeitan Maximilians älteren Sohn Ferdinand Maria über, sodass sie sich dem Kurfürstenthum einverleibte. DerName Landgrafschaft hat hier einen anderen Sinn, als beiThüringen, wo er eine Herrschaft bedeutet, die ausmehreren durch das Bedürfniss einheitlicher Leitungeinem Grafen gemeinsam unterstellten Gebieten besteht.Leuchtenberg heisst so, weil es durch fortwährendeVererbung zu einem Familienbesitze geworden ist. S.von Low, deutsche Reichs- und Territorialverfassung S.22 und 166.

120. Ferdinand Maria, Kurfürst von Baiern 1651 —1679. S. 125.

127. Henriette Maria Adelaide (Adelais), Gemahlindes Kurfürsten Ferdinand Maria, sonst auch Adelheid