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Verzeichniss der in dem Historischen Museum der Stadt Düsseldorf befindlichen bildlichen Darstellungen
Entstehung
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Die rheinischen Pfalzgrafen sind dem Amte nachNachfolger der niederlothringischen Pfalzgrafen, erlangtenaber, während die Pfalzgiafen der übrigen Herzogthümerschon viel an Bedeutung verloren hatten, eine ansehn-liche Macht dadurch, dass zu einer Zeit, wo das Amtneu zu besetzen war, der für dasselbe Auserwählte seinenWohnsitz nicht im niederlothringischen, sondern im frän-kischen Gebiete erhielt. Kaiser Friedrich I., der seinenBruder Konrad für die Würde ausersehen, bewirkte dieseVersetzung, weil die Besitzungen der ausgestorbenenniederlothringischen Pfalzgrafen den Verwandten derselbennicht zu entziehen oder vorzuenthalten waren, er aberin dem fränkischen Herzogtum, dessen Herzoge die Königeselbst gewesen, Mittel fand, den neuen Pfalzgrafenmit Lehen auszustatten, die sich in der Folge durchmanche Uebertragungen von Seiten benachbarter geistlichenFürsten mehren konnten. So sehr die HohenstaufenSchwächung der weifischen Macht, die durch Heinrich denLöwen dem Kaiserthum gefährlich war, beabsichtigten,verband sich ein Zweig des weifischen Hauses mit demInhaberdes neugeschaffenen hohenstaufischen Lehenstaates.Des Hohenstaufen Konrad Tochter Agnes brachte, da erkeine Söhne hatte, Heinrichs des Löwen ältestem SohneHeinrich als ihrem Gemahl die neue Pfalzgrafschaft als ihrErbe zu. Beider Tochter Agnes aber bewirkte durchihre Verheirathung mit Herzog Otto II., dem Enkel desbeim Sturze Heinrichs des Löwen an dessen Stelle zumHerzoge von Baiern erhobenen Grafen Otto von Wittels-bach eine Vereinigung Baierns und der rheinischen Pfalz-grafschaft. Da nun unter den Enkeln Otto's II., Rudolfund Ludwig, die vereinigten Gebiete sich trennten, warenzwei wittelsbachiscbe Dynastieen und Staaten begründet,deren Verhältnisse der jüngere der Brüder als deutscherKönig und römischer Kaiser durch ein in Pavia 1329erlassenes Hausgesetz für die Folge feststellte. Hierbeiblieb die Absonderung eines niederbairischen Herzogthums,die nach Otto's II. Tode, dem im übrigen Baiern Ludwig II.folgte, für den zweiten Sohn, Heinrich, geschehen war,bestehen. Sie hörte aber schon 1340 durch das Erlöschenvon Heinrichs Nachkommenschaft auf. Länger dauertedie Absonderung der zur Zeit Konradins an Baiern über-gegangenen an dessen nordöstlicher Grenze gelegenen Be-sitzungen. Diese wurden für die rheinische Pfalz vonBaiern getrennt, woher sie den Namen der Oberpfalz