Druckschrift 
Verzeichniss der in dem Historischen Museum der Stadt Düsseldorf befindlichen bildlichen Darstellungen
Entstehung
Seite
31
Einzelbild herunterladen
 

31

Fallversache in Bezug auf die Achsendrehung der Erde,deren Ergebnisse 1804 veröffentlicht wurden, erhielt andem damals in Düsseldorf an die Stelle des Gymnasiumsgetretenen kurpfalzbairischen Lyceum eine Stelle als Lehrerder Mathematik und der Astronomie, fasste 1809, da erseine Gattin Charlotte verloren hatte, den Gedanken,eine Sternwarte, die ihr zu Ehren Charlottenruh heissensollte, zu gründen, dehnte seine Arbeiten über immerweitere Gebiete aus, und beteiligte sich seit 1815 anmannigfachen öffentlichen Erörterungen über politischeund nationalökonomische Fragen, wodurch er auf die invielen Beziehungen nöthige Neugestaltung zu wirkensuchte. Seine Lehrthätigkeit hatte während der Fremd-herrschaft aufgehört und sein Aufenthalt war von 1809an meist Brügge bei Crefeld gewesen, wo seine physi-kalischen Beobachtungen ihren Fortgang hatten. NachDüsseldorf kehrte er 1829 zurück, wo er in gleicherwissenschaftlicher Thätigkeit blieb. Den Gedanken anGründung einer Sternwarte, für deren Ort er Bilk be-stimmte, begann er 1844 auszuführen. Zu dem Zweckesetzte er die Stadt Düsseldorf zu Erben von Haus, Garten,Büchern und Instrumenten ein. Diese nahm das Ver-mächtniss, als er 1846 gestorben war, an, traf die nöthigenAnordnungen und stellte Statuten auf, in denen Behufsder wissenschaftlichen Förderung ein Zusammenhang mitder Bonner Sternwarte vorgesehen war. Die Wirksam-keit des von Berlin berufenen Astronomen Brunnow er-streckte sich über die Jahre 18471851. Dieser erhieltzum Nachfolger den jetzigen Professor Dr. Luther, derder Anstalt durch umfassende und erfolgreiche Thätigkeit,namentlich durch Entdeckung zahlreicher Asteroiden,einen weithin geachteten Namen verschafft hat. SeinePietät gegen den Stifter derselben hat er durch Mitthei-lungen über dessen wissenschaftliche Leistungen bewie-sen, die er in der Kölnischen Zeitung am 4. Mai 1877veröffentlicht hat.

85h Maximilian Friedrich Weyhe, Sohn des kur-fürstlich-kölnischen Hofgärtners Joseph Clemens Weyhe,geboren zu Poppelsdorf bei Bonn, widmete sich, in seinesVaters Fusstapfen tretend, der Gartenkunst, genoss darindie Anleitung des kurfürstlichen Hofgärtners Peter JosephLenne zu Brühl 17891792, machte zum Behüte seinerweiteren künstlerischen Ausbildung im Laufe des letzten