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heiligen Kreuz, die in demselben eine Anstalt für Kranken-pflege unterhalten, bewohnte Kloster inne hatte. Ge-schildert von Brentano findet man sie bei Ferber,Wanderungen I, S- 20.
84. Karl August Vamhagen von Ense, geboren inDüsseldorf 1785, in Hamburg erzogen, seit 1803 zumStudium der Arzneiwissenschaft in Berlin, zu Beschäfti-gung mit klassischer Literatur und Poesie abgelenkt,1804—1808 abwechselnd in Hamburg und Halle mitGegenständen seiner Neigung beschäftigt, 1808 in Tübingenzu Wiederaufnahme ärztlichen Studiums, doch darin nichtbeharrlich, 1809 in österreichischem Kriegsdienst, 1812aus demselben geschieden, 1813 in russischem Kriegs-dienst unter Tettenborn, 1814 von Minister Hardenbergnach Preussen in diplomatischen Dienst gezogen, dadurchin Wien während des Congresses, 1816 —1819 Minister-resident in Karlsruhe, dann in Berlin mit Abfassungvon Memoiren und Biographieen, sowie mit literarischerKritik beschäftigt, nach A. Humboldt's Ausdruck einMeister der Wohlredenheit, gestorben 1858.
84 a. Karl Leborecht Immermann, 1796 geboren inMagdeburg, 1813 zum Studium der Rechte in Halle,1815 freiwilliger Jäger, nach dem Kriege wieder Student,dann im Justizdienste in Magdeburg, 1823 Auditeur inMünster, 1827—1840 bis zu seinem Tode Landgerichtsrathin Düsseldorf. Neben seinen Amtsgeschäften ging eineernstliche dichterische Thätigkeit her. In Düsseldorf, woseine meisten Werke entstanden, war er ein belebendesGlied in künstlerischen Kreisen. Auch widmete er sich1832—1837 dem Versuche, das dortige Theater auf einedes klassischen Drama's würdige Höhe zu erheben. Seinediesfällige Wirksamkeit ist in der Düsseldorfer FestschriftS. 401 ff. geschildert.
84 b. Heinrich Heine, geboren zu Düsseldorf 1798,nach juristischen Studien in Bonn, Berlin und Göttingen,die 1825 endigten, ohne Berufsthätigkeit abwechselnd inHamburg, Berlin und München, seit 1830 dauernd inParis, wo er 1856 starb. Bei grossem Dichtertalente,durch das er in Liedern sich Goethen näherte, fehlteihm innere Harmonie so sehr, dass er dem Spotte bis zurLästerung des Heiligen die Zügel schiessen Hess. Voneiner Beziehung zu Cornelius ist berichtet bei Ferber,Wanderungen II S. 78.