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Zusammenhang zu stehen scheinen, aus diesem Stamme also gibt Rüdiger Sulzer,Ulrichs Sohn, als Burglehen das Ritterhans Mörsberg mit Zubehörde, den Waldzu Glatten, sein Lehen und ein Pfand um 600 Gulden mit Herzog Leopoldsvon Oesterreich Wille 1369 Samstags vor Weihnacht an Cunrad von Gachnangab 41 ), und dieser Umstand giebt uns den Schlüssel dazu, wesshalb wir schonEnde des 14. Jahrhunderts, da die von Goldenberg doch in bestem Flor standen,ihre Stammburg Goldenberg im Besitze der Edeln von Gachnang finden. Inden Jahren 1369 — 1383, da im Grafenthurm Mörspurg die Goldenberger undim Ritterhaus die Gachnanger wohnten, muss, wie es bei einer so nahen Nach-barschaft fast unausbleiblich war, ein Ehebündniss zwischen einem Herrn vonGachnang und einer Goldenbergischen Tochter stattgefunden haben. Einenahe Verwandtschaft zwischen beiden Familien ist, wie wir in der Folge sehenwerden, urkundlich bezeugt. Hatten schon von dieser Ehe her die GachnangErbansprüche an die Goldenbergischen Stammgüter, so bot sich im Jahre 1383für die Familie von Gaclmang der Anlass, diese Güter, soweit sie ihnen nichtschon zustanden, an sich zu ziehen. Es hatte nämlich Conrad von Gachnangsein von Rüdiger Sulzer empfangenes Burgsäss zu Mörspurg durch Vermitt-lung Conrads von Saal, Schultheissen zu Winterthur, dem Lehensherrn, HerzogLeopold von Oesterreich, aufgesandt und diesen gebeten, fragliches Burgsäss,welches Gaclmang an Egli von Goldenberg verkauft hatte, diesem Letztern zuverleihen, welchem Gesuch der Fürst durch Urkunde, datirt Baden im Aargau,Freitag vor St. Maurieiitag 1383, entsprach. 42 ) Wurden durch diese Transactiondie Goldenberger alleinige Herren und Meister in der innern und äussern BurgMörspurg, so darf man wohl annehmen, dass sie diesen Vortheil nicht umsonstvon ihren Gaclmangischen Vettern erlangt haben, und wir halten uns zu derVermuthung berechtigt, dass die Gachnang als Entschädigung für die Preis-gabe des Ritterhauses Mörspurg zu den ihnen bereits zustehenden Anrechtenauf Schloss Goldenberg auch die Goldenbergischen Antheile an Letzterm erlangthaben, und damit völlige Alleinherren zu Goldenberg geworden seien. Auchleibeigner Leute, die sie bisher in der Gegend von Mörspurg gehabt hatten,entäusserten sich um diese Zeit die Edeln von Gachnang. Es verkauft z. B.am St. Agathentag 1395 Hans von Gachnang, gesessen zu Meigersberg, fürsich und seinen Bruder Heinrich und im Einverständnisse mit Mutter undSchwester, Hans Nüferlin den Jüngern zu Oberwinterthur, der sein und seinesBruders Leibeigner und Erbe von ihrem Vater war, um 22 '« Kaller dem AbteJoh. von Petershausen. 43 )
Die starke Ausbreitung der Goldenbergischen Familie zu Mörspurg —aus welcher wir unter andern Gliedern um diese Periode auch drei geistlicheFrauen, Elisabeth, 1396 Priorin am Oetenhacli, Elsbeth und Agnes, Nonnen inKönigsfelden, kennen — mag die Erwerbung des Ritterhauses dringend erforderthaben; aber nicht lange genossen die Goldenberger der Annehmlichkeit, sichin den beiden Theilen ihrer Burg behaglich auszudehnen. 1386 im Sempacher-kriege*) wurde die „Neuburg", die wir glauben mit dem „Ritterhaus" und„Burgsäss" identificiren zu dürfen, zerstört 44 ), und wir haben keinerlei Anhalts-punkte dafür, dass sie je wieder aus dem Schutte erstanden sei; denn denPassus im Lehenbriefe Herzog Friedrichs von Oesterreich, 16. Mai 1412, umMörspurg zu Gunsten seines getreuen Egli von Goldenberg und seines SohnesHans „item ain Weingarten und ain Hofstatt zu der newen Burg"
*) Durch die Zürcher, nach Stumpf; wahrscheinlicher aber nach Herrn Professor G.von Wyss im August 1407 durch die notorisch bis Andelfingen und Ossingen streifenden undverwüstenden Appenzeller. 45 )