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Die Herren von Goldenberg auf Mörspurg, ihr Ende und Erbe
Entstehung
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Die Herren von Goldenberg auf MÖrspurg,

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Eine familien-, rechts- und kulturgeschichtliche Studie.

Vortrag,

gehalten vor der zürcherischen Antiquarischen Gesellschaft am 12. Februar und 19. März 1881

von

Willi. Tobler-Mcyer.

Yon den zahlreichen Geschlechtern des niedern Adels, mit dessen Iiöhen-burgen und tiefgelegenen Weiherhäusern im dreizehnten Jahrhundert dasnachmalige Gebiet der Stadt Zürich übersäet war, hatte in den blutigen Kriegendes Hauses Oesterreich gegen die Eidgenossen, im Burgunderkrieg und invielen kleinern Fehden Manches seine Stammreihe geschlossen; viele, denendie Erwerbung der Landeshoheit durch die aufblühende Stadt auch in denGebieten, wo gerade ihre Stammsitze und Güter lagen, missbeliebig war, unddie sich doch nicht entschliessen konnten, durch Erwerbung des stadtzürcher-ischen Bürgerrechtes einen Antheil an deren Souveränität zu erlangen, hattensich über den Rhein hinaus unter fürstliche Domination und an fürstliche undgräfliche Höfe gewendet; nicht wenige hatten dem Loose der Yerarmung nichtzu entgehen vermocht, und waren im Bürger- und Bauernstande verschwunden,und der Beginn des sechszehnten Jahrhunderts mit seinen tiefgreifenden Um-gestaltungen fand nur noch eine sehr geringe Zahl der alten einheimischenRitterfamilien auf ihren Schlössern über das zürcherische Landgebiet zerstreutsitzend und das nunmehr ziemlich friedlich gewordene Landjunkerleben führend,in welchem die Bewirtlischaftung der Güter und die Jagd die Hauptrollespielten.

Auf der alten und ursprünglichen Familienstammburg sass indessen zurZeit der Reformation wohl kaum noch ein anderes zürcherisches Rittergeschlechtausser den Herren von Breitenlandenberg im Tössthale. Dagegen wohnten zuAnfang des sechszehnten Jahrhunderts auf einigen andern Edelsitzen nochetwelche Geschlechter, die ebenfalls Burgen innerhalb des nunmehrigen zürcher-ischen Gebietes entstammt waren, aber vor längerer oder kürzerer Frist dieseStammsitze verlassen und mit andern Schlössern und Gütern vertauscht hatten.Unter diese Familien, zu denen beispielsweise die beiden ursprünglich hoch-adelichen oder freiherrlichen Geschlechter von Bonstetten auf Uster und vonIlinwyl auf Elgg, ferner die von Rümlang auf Wülflingen und von Saal aufGyrsperg zählten, gehörten auch die Edeln von Goldenberg auf Mörspurg.