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Die Herren von Goldenberg auf Mörspurg, ihr Ende und Erbe
Entstehung
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Johannes Meyer von der Neuenburg, wie er 1339, oder Johannes Meyer vonMörsperg, wie er 1346 genannt wird. An dem Briefe von 1346 hängt dasSiegel des Belehnten, das vollständig demjenigen seines Täters Rudolf gleicht,mit der einzigen Ausnahme, dass die Umschrift nun lautetSigillum JohannisYillici de Novo castro."

Im erstgenannten Jahre am Ililarientag 27 ) tauschen Abt Burkhard vonPetershausen und Johannes der Maier von der Nüwenburg eine Wiese, an derKürtzi gelegen, bei des genannten Gotteshauses Kelnhofs Brüel zu Oberwinter-thur für das Meyer-Puder Heues, das der Meyer bisher alljährlich vom KlosterPetershausen ab dem genannten Brüel zu beziehen gehabt hatte, womit nunder Meyer und seine Erben für ihre Ansprüche an das Meyer-Puder gänzlichabgefunden sein sollen. Die Wiese an der Kürtzi darf der Meyer abwechselndmit dem Keller des Klosters Petershausen aus der Eulach wässern, so dassjeder den Bach einen Tag und eine Nacht ruhiglich haben mag. Zu diesemTausche zwischen Johannes dem Meyer von Mörsperg und der Abtei Peters-hausen geben im Jahre 1346 sowohl der Convent des genannten Gotteshauses,als auch am Montag vor St. Matliäus des Zwölfboten Tag der Bischof Ulrichvon Constanz, als Lehensherr des Meyeramtes von Oberwinterthur, und seinCapitel ihre Zustimmung. 28 )

Ein Jahr später (1347) giebt Herzog Albrecht von Oesterreich, Steier undKärnthen seine Zustimmung dazu 29 ), dass sein getreuer Johannes der Mayrvon Mörsperg der ehrbaren Katharina, seiner ehelichen Hausfrau, zu Wider-legung ihrer Hoimsteuer durch die Hand des österreichischen Yogtes auf Kyburg,Johannes von Frauenfeld, versetzt habedaz gut, daz man nennet die newenBurg, gelegen ob der bürg ze Wulflingen, mit Weingarten, mit Akchern, mitwisen mit Holtzern mit Poumgarten vnd mit alle dem recht, so dartzu gehört,vnd den Akcher, gnant in Eschen, di Wisen hinder der Egge, gnant desschaffers wis, den Akcher gnant im Poumgarten, die Bünten in der Yörburg,des Switzer Hofstat vnd den Akcher ze den Finden, daz Allez ze Mörsperggelegen ist, vnd lehen von uns ist." Zwei ganz verschiedene Gütercomplexesind es, die Johannes der Meyer hier seiner Gattin versetzt. Der zweite liegtin unmittelbarer Nähe der Mörspurg, ja zum Theil, wie dieBünten", in derenYorburg" (nicht Neuenburg); der andere dagegen bei der Burg Wulflingen,wo noch heute in dem einsamen Thälchen, welches sich auf der Südseite desMultberges und des Burgberges von Wülflingen hinzieht, der Hof Neuenburgoder Neuburg besteht, und dieses Gut ist es ohne allen Zweifel, von dem unsreMeyer ihren Beinamen empfangen haben. (In diesem Thälchen hatte auch dieFamilie von Mülinen einige Güter als Lehen von Oesterreich inne, und esverkaufen Namens des Ritters Egbrecht von Mülinen, Montag vor Allerheiligen1363, Herr Johannes von Wiesendangen, Kilchherr zu Leimbach, und JunkerAndreas Hoppler zu Winterthur, letzterer Mülinens Oheim, zwei dieser Güterzu der nüwen Burg", bebaut von den Familien Lauffer und Ilagenbuch, vorSchultheiss Heinrich Gvetterli von Winterthur, Miilinen's Vetter, an die Brüderim Kloster Beerenberg. 30 )

Wie sehr die Meyer'sche Familie fortwährend in der Huld der Lehens-herren von Mörspurg stand, zeigt neuerdings eine Urkunde des Herzogs Albrechtvon Oesterreich vom Jahre 1348 31 ), zufolge welcher dieser Fürst der FrauEuphemia, Wittib Rudolfs sei. des Meyers von Mörspurg, und ihren KindernJohannes, Kathrine und Margaretha die Gnade erweist, dass das Pfand, welchessie von ihm haben, von Niemand anders als von ihm oder seinen Söhnen selbstgelöst werden dürfe.