von Constanz mit Zustimmung seines Kapitels erklärt, dass die Pfarrkirche inOberwinterthur dem Kloster Petershausen incorporirt sei, und Letzteres demnacheinen Geistlichen dort zu unterhalten habe u. s. w. 1C ) Das Kloster Petershausenaber war zugleich in der Hand des jeweiligen Bischofs von Constanz. "Wahr-scheinlich theilten sich in der Folge die Rechte der Grundherrschaft so zwischendem Kloster Petershausen und dem Bischof von Constanz, dass der „Kelnhof"(1346) sich beim Kloster, Meierhof und Meieramt aber beim Bischöfe (1363)findet. Zum Bezüge seiner dortigen Einkünfte und zur Yerwaltung der grund-herrlichen Gerichtsbarkeit an seiner Statt bestellte der Bischof von seinen ohneZweifel hörigen Grundholden Einen zum Meyer. In der Regel verstanden es dieMeyer, namentlich diejenigen geistlicher Herren oder Frauen, das Meyeramt inihrer Familie erblich, und sich von der einen und andern Verpflichtung gegenüberihrem geistlichen Herrn ledig zu machen. Durch "Waffendienst zu Pferde hobensie ihren Rang, stellten sich neben die Glieder des niedern Adels, und erwarbenauch wie diese die Ritterwürde. Ziemlich genau so mag die Laufbahn desbischöflich constanzischen Meyergeschlechtes in Oberwinterthur sich entwickelthaben. Der erste Sprosse dieses Stammes, den wir kennen, tritt uns schonim Jahre 1217 entgegen. In der Urkunde nämlich, in welcher am 11. Junizu Einsiedeln Graf Rudolf von ITabsburg, durch Erbschaft rechter Vogt undSchirmer der Leute von Schwyz, mit Beizug von Berchtold von Schnabelburg,Arnold von Wart, R. von Wediswile und mehrerer Dienstleute den zwischendem Gotteshause Einsiedeln und denen von Schwyz obwaltenden Streit betreffendBenutzung der Alpen und Wälder schlichtet, werden als Zeugen genannt AbtC. von Einsiedeln, II. der Vogt von Raprechtswile, die drei oben schon ge-nannten Freien, die Freien H. und U. von Bonstetten, R. der Meyer vonObrenwintertura, Wernher von Schublenbach, R. und Ulrich von Wolrowaetc. 17 ) Allerdings müssen wir gestehen, dass wir durchaus keine Vermuthungdarüber haben, wie dieser bischöflich constanzische Meyer dazu gekommenist, bei der Friedensverhandlung in dem entlegenen Einsiedeln anwesend zusein. Siebenunddreissig Jahre später machen wir die Bekanntschaft der zweitenGeneration des Geschlechtes in der Person eines Rudolf Meyer von der neuenBurg (Villicus de novo Castro), Dienstmann (ministerialis) der Kirche Constanz,welcher ein wohlsituirter Mann gewesen zu sein scheint. Er verkauft 1254dem Kloster Töss zwei Mühlen in Oberwinterthur, die er von Bischof undCapitel zu Constanz zu Lehen gehabt, und durch die Hand Albrechts von Schlattaufgegeben hat, sowie sein Gut zu Fahr. 18 ) Entgegen der Ansicht ProfessorMeyer's, dass die Meyer von Oberwinterthur den Beinamen von Neuenburg,den sie später gegen den von Mörspurg oder Mörsbergvertauschen, von einerallerdings 1412 urkundlich vorkommenden „niiwen Burg" zu Mörspurg tragen,welche man sich als ein von dem Grafenthurm nur durch einen Graben oderHof getrenntes Ritterhaus oder Burgsäss zu denken hat, sind wir der Ansicht,dass die Neueburg, von welcher die in Rede stehenden Meyer sich nennen, indem „Gute, das man nennt die Neueburg, ob der Burg zu Wülflingen gelegen",zu suchen sei, das, wie wir später sehen werden, 1347 Johannes der Mayerseiner Ehefrau versetzt. — Als nun nach dem Tode der Gräfin Wittwe Margarethavon Kyburg 1273 auch die Mörspurg definitiv in den Besitz der Habsburgerübergieng, ohne dass dieses Haus, dem kürz darauf auch Oesterreich, Steiermarkund Krain zufiel, je Veranlassung fand, die kleine Burg auf dem Stadelbergezu seinem Wohnsitze zu machen, war es immerhin für die Habsburger rathsamgeworden, die Burghut von Mörspurg irgend einer ritterlichen Dienstmannenfamilieder Gegend anzuvertrauen. Wer mochte sich hiezu besser eignen als die be-nachbarten Meyer von der Neuenburg, die in Oberwinterthur das constanzische
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Die Herren von Goldenberg auf Mörspurg, ihr Ende und Erbe
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