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Die Herren von Goldenberg auf Mörspurg, ihr Ende und Erbe
Entstehung
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sich in der Folge die. Familie Schmid auf Goldenberg vom zürcherischen Ratheauswirken oder erbitten, welche bescheidene Befugniss den KupferstecherHerrliberger kaum berechtigte, die Ansicht des Schlosses Goldenberg (wie die-jenige der Burg Uster) seiner 1743 erschienenen Sammlunggerichtsherrlicher"Schlösser im Zürichgebiete einzuverleiben.

Um nun auf einzelne Glieder des Goldenbergischen Stammes einzutreten,beginnen wir deren Aufzählung mit Jakob von Goldenberg, welcher 1248 nebstandern Edelleuten durch einen Eid bekräftigt, dass er niemals dem jüngernGrafen Hartmann von Kyburg Hülfe leisten werde, wenn dieser, seinen Eidüberschreitend, nicht innerhalb zwei Monaten verbessere, was er gefehlt, nämlichder Gräfin Margaretha von Kyburg, geb. von Savoyen, seiner Tante, für denzugefügten Schaden angemessene Genugthuung leiste. 10 )

Elf Jahre später, am 14. April 1259 ll ), lernen wir schon fünf Brüderdes Goldenbergischen Geschlechtes kennen bei Anlass eines Verkaufes ihrerBesitzung in Krugilunthal, den Jakob, Peter, Egbert, Johannes und Konradvon Goldenberg, Gebrüder, an Priorin und Schwestern im Kloster Töss be-werkstelligen.

Dem Egbrecht von Goldenberg versetzt im Jahre 1292 der HerzogAlbrecht von Oesterreich zu Winterthur den Birchhof zu Kyburg, welcher dreiMark Geld bringt, für 30 Mark Dienstgeld. 12 )

In der ersten Hälfte des vierzehnten Jahrhunderts werden die zwei RitterWetzel und Egbrecht von Goldenberg in einer grossen Zahl von Urkunden 13 )genannt. Unter der nächsten Generation, in der zweiten Hälfte des gleichenJahrhunderts, mag das Geschlecht auf dem Höhepunkte seiner Macht und seinesBesitzes gestanden haben, indem sich in diese Periode die meisten seinerurkundlich erwiesenen Eigengüter, Lehen und Pfandbesitzungen, wovon wir diewichtigsten noch kennen lernen werden, zusammendrängen. In dieser ihrerBlüthezeit mögen die Goldenberger auch ihre kirchlichen Stiftungen in Winterthurund Oberwinterthur begonnen und ihr Begräbniss im Kloster Töss erworbenhaben.

Diese Glanzzeit des Goldenberg'schen Stammes wird uns namentlich ver-körpert in der Person des Ritters Egbrecht des Jüngern (wahrscheinlich desIII.) von Goldenberg, der, wie schon seine Vorfahren, ein treuer und eifrigerDienstmann der österreichischen Herzoge gewesen sein, und für seine HerrenGut und Blut willig auf's Spiel gesetzt haben muss. Wir ersehen diess bei-spielsweise aus einer Urkunde, wonach unter'm 31. Oktober 1354 zu Bruggim Aargau Graf Friedrich v. Oldenburg, Friedrich v. Walsee von Ens, Friedrichv. Walsee von Graz und Wolfhart von IJannow, Hofmeister Herzog Albrechts,sich für den Herzog verbürgen gegen Ritter Egbrecht von Goldenberg undden frommen Mann Konrad von Wellenberg wegen 19 Mann mit Helmen fürdie Summe von 646 Gulden, zahlbar 14 Tage nach Weihnachten. (Lichnowsky,Geschichte des Hauses Habsburg, III. Theil, pag. CCCCKC.) Solche erspriess-liche Dienste blieben nicht ungelohnt. 'So treffen wir denn den Ritter Egbrecht1356 als österreichischen Vogt auf Kyburg, in welcher Eigenschaft er imgenannten Jahre Brief ertheilt, des Inhaltes, dass, wenn er versetzt oder sonstab Amt und Vogtei kommen würde, er die Veste Kyburg keinem andern Vogtenoch sonst Jemandem übergeben werde, er habe denn zuvor das Bündniss derHerrschaft Oesterreich mit den Bürgern von Zürich beschworen, wie er esgethan. u ) Sieben Jahre darnach tritt nun das Ereigniss ein, welches die vonGoldenberg nach Mörspurg verpflanzt, und sie bis zu ihrem Erlöschen mit derGeschichte dieser Burg unauflöslich verbindet. Es ertheilt nämlich 1363,Donnerstag vor St. Laurenzen (3. August), der Herzog Rudolf von Oesterreich