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in Hessen. Bei dem Sturze der Regentschaft durch die Landgräfin-Mntter (Anna von Mecklenburg), die Wittwe des Landgrafen Wilhelm II.,wurden auch seine Güter, gleich denen der anderen Mitregenten, ein-gezogen. Er starb im Jahre 1510. Seine Wittwe, Christine vonBodenhausen, verglich sich im Jahre 1517 mit der Landgräfinund erhielt die Güter zurück. Jo st I. hatte? Kinder, darunter 4 Söhne,von denen jedoch keiner den Stamm fortsetzte, und zwar:
1. Jost II. war ein Mann von ungewöhnlicher Körperkraft, einvorzüglicher Fechter und ein lustiger Säuger. Vom Herzog Heinrichvon Brannschweig, der ihn als tüchtigen Kämpfer schätzte, bezog erstets Mann- und Wartcgcld, auch hatte ihm derselbe mehrere Jahre dasAmt Oppenhausen verschrieben. Jost starb im Jahre 1536 an einerVerletzung, die er sich dadurch zuzog, daß er auf einem Ritte imDienste des Herzogs, den er in voller und schwerer Rüstung machte,etwas von der Erde aufheben wollte, ohne vom Pferde zu steigen.Einen M/2 Centner schweren Stein auf der Brücke zum Tanncnberghob er mit einem Finger.
2. Erasmus III. begleitete im Jahre 1530 den LandgrafPhilipp den Großmüthigen zum Reichstag nach Augsburg, und bliebim Jahre 1533 während der Belagerung der Stadt Münster, die vonden Wiedertäufern vertheidigt wurde.
3. Heinrich V. machte die beiden Kriege mit, welche LandgrafPhilipp der Großmüthige gegen den Herzog Heinrich von Braunschweigführte, und wurde in Folge dessen vom Landgrafen mit der Verwaltungder braunschweigischen Ämter Fürstenberg, Holzminden und Wickensebetraut. Diese Ämter, die er vom September 1542 an verwaltete,gaben ihm mehrmals Gelegenheit, den Städten Goslar, Hildesheimund Nordheim Hülfe zu leisten gegen den Herzog von Braunschweig.Im Jahre 1545 sendete ihn und seinen Vetter, den HofmarschallLudwig von Baumbach (von der „neuen Tannenberger Linie"),der Landgraf nach England, und ihn allein, im Jahre 1540, an dieStädte des schwäbischen Kreises, um dieselben bei dem bevorstehendenKriege für den Landgrafen zu gewinnen.
Auf dieser Reise, die er zu Pferde und in Begleitung nur einesDieners machte, hat dem unerschrockenen Mann seine Einbildung, und