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davon nicht ihrem Sohne Heinrich bei Lebzeiten schenken oder es ihm inihrem letzten V/illen vermachen würde.
Bei der Vorliebe, welche die Mutter für Heinrich hatte, war so dieErbschaft für die Töchter etwas unsicher. Deshalb fand sich Heinrich,dem die Lelmsantheile Friedrich's, die Pferde u. s. w. zugefallen waren,mit seinen Schwestern dahin ab, dass er an Catharina sofort 500 Fl.zahlte und den beiden unverheiratheten Schwestern, Barbara und Annaversprach, sie, sofern sie sich nicht verehelichen würden, mit nothdürftigemUnterhalt zu versehen, jeder aber, wenn sie sich verheirathen sollten, eineMitgift von 2500 Fl. zu geben, und zwar die Hälfte am Tage nach voll-zogenem Beilager, die andere Hälfte das Jahr darauf.
Margarethe, welche mit Melchior von Morungen vermählt gewesen,war vor 1543 kinderlos gestorben.
Barbara und Anna trugen aber kein Verlangen, ledig zubleiben, denn die Aussicht, vielleicht gleich den Tanten Barbara und Veronavon Witzleben ihr Leben in dem Jungfrauen-Kloster zu Eossleben zuzu-bringen, war zu wenig verlockend, und als die Freier kamen, entschlossensie sich daher schnell, ihnen Herz und Hand zu gewähren. Barbara wurdevon Balthasar von Geusau und Anna, welche als Kind 1528 Hei Antonvon Werthern, „dem Philosophen"; Gevatter gestanden hatte, von Albrechtvon Hacke zu Gutenberg heimgeführt.
Nach dem Tode seines Schwagers Eckart Gans übernahm Heinrichvon Witzleben die Vormundschaft über die Unterlassenen unmündigenGänse, Dietrich, Peter und Eckart, welche ihm dafür mit der grösstenDankbarkeit lohnten.
Aber nicht nur in seiner Familie genoss Heinrich grosses Vertrauen,sondern auch die benachbarte Werthern'sche Familie bezeugte ihm einsolches, indem sie ihn zum Vormund des unmündigen Wolfgang von Wer-thern auf Beichlingen, des „ Orator Germaniae", und dessen Schwesternauserkor. Heimich wählte zum Informator seines Mündels den später alsKector der Fürstenschule zu Meissen so berühmt gewordenen Gelehrten,Georg Fabricius, mit welchem er, wie wir sehen werden, auch später inVerbindung blieb.
Die Verwaltung seiner eigenen und der grossen Werthern'schen Be-sitzungen, sowie die Vormundschaft über die unmündigen Gänse zu Benn-stedt nahmen Heinrich's Tlnitigkeit in vollem Masse in Anspruch, als derAusbruch des schmalkaldenschen Krieges ihn diesen friedlichen Beschäf-
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