Druckschrift 
2 (1868)
Entstehung
Seite
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von Orlamünde-Weimar Berka, ihnen folgten die Herren von Blankenhainund nach deren Aussterben erwarb es im Jahre 1416 der Graf Friedrichvon Beichlingen, welcher es, wie uns bekannt, an Kerstan von Witzlebenverkaufte, sich jedoch die Lehnsherrlichkeit vorbehielt. Diese ging aberbereits im Jahre 1485 an die unteixless wahrscheinlich seit 1416 in Blanken-hain eingeheiratheten Grafen von Gleichen-Blankenhain über.*) Die Ober-lehnsherrlichkeit stand jedocli den Landgrafen von Thüringen zu.

Das Kloster zu Berka gehörte dem Cistercienser Orden an, dessenNonnen weisse Kleidung mit schwarzem Scapulier trugen. Es war vomGrafen Dietrich von Berka in dessen Todesjahr 1251 dotirt, bestand aberschon früher und soll nach Limmer's Geschichte des Osterlandes, 1834,S. 477 von dem nahen Dorfe München 1240 nach Berka übergesie-delt sein.

Kerstan hatte wahrscheinlich die Pfalz Wallhausen und Tilleda ver-kauft, ausserdem Gelder aus der Erbschaft seines Bruders Heinrich, welchemOtterwisch gehört hatte, und aus seinem, den Brüdern überlassenen Antheilam Wendelstein gezogen und damit den Kaufschilling für Berka auf-gebracht.

Am 20. August 1423 wurde Kerstan nebst seinen Söhnen Georg undChristian von dem Grafen von Beichlingen mit Berka beliehen.

Als Besitzer dieser bedeutenden Herrschaft nannte er sich Kerstan„Herr zu Berka" und wurde der Stammvater einer besonderen Linie unseresGeschlechts, welche drei Jahrhunderte blühte.

Nach dem Jahre 1446 finden wir Kerstan nicht mehr erwähnt.

Etwa um das Jahr 1404 hatte er sich mit Margarethe von Kranich-born, einer Tochter des 1411 bereits verstorbenen Albrecht von Kranich-born, vermählt, durch welche er nach dem Tode ihres Bruders Eckhard,des Letzten des Geschlechts, in den Besitz ziemlich bedeutender Güter undZinsen zu Wundersleben, Weissensee und Ottenhausen gelangte. DieseGüter" trat er zum Theil, wahrscheinlich zur Zeit, als er Berka kaufte,seinem Bruder Kerstan d. J. ah, durch dessen Enkel sie au Querfurt, undvon diesem Geschlecht Ende des 15. Jahrhunderts durch Tausch wiederan die Berkaer Unie kamen.

*) Aus brieflichen Mittheilungen des um die alte Geschichte Thüringens sehrverdienten Pfarrers zu Berta, Dr. Constantin Elle, dem wir auch noch weitere Nach-richten verdanken.

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