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2. Die Brüder Georg, Kerstan, Heinrich und Rinnewart.
1419—1485.
a. Georg von Witzleben.
war, wie S. 34 angegeben wurde, des Kurfürsten Friedrich Bannerträgerin dem Gefecht bei Grimma (Dezember 1429 oder Januar 1430), „undbestand gar erbarlich mit seinem Panier und ward gefangen." Wie erdieser Gefangenschaft ledig geworden, wissen wir nicht, finden ihn aberim Jahre 1434, als sein Vetter Heinrich von Witzleben für die Wachsen-burg Liebenstein erhielt, als dessen Freund und von dieser Zeit an viel-fach als Bürge genannt.
Im Jahre 1444 trat er auf 3 Jahre als Voigt und Amtmann desSchlosses Tonndorf in den Dienst der Stadt Erfurt. Nach dem von Georgüber diese Bestallung am 3. Februar 1444 ausgestellten Reverse hatte er dasSchloss während der angegebenen Zeit'auf seine Kosten zu bewahren undzu bewachen, jährlich aber für Kost, Futter und Hufbeschlag GO SchockMeissner Groschen von Erfurt zu beziehen. Für den Schutz des Schlossesund Gerichtes war ihm der Messbrauch aller Renten, Gefälle, Vorwerke,Wiesen und Aecker zugestanden, jedoch unter der Bedingung, dass derauf dem Schlosse und den Vorwerken erzeugte Dünger zum Besten deszum Schlosse gehörenden Ackers verwendet wurde.
Ausser seinem Theil an Berka hatte Georg von den Grafen von Beich-lingen das grosse Dorf Münstedt-, 1 Stunde nördlich von Büttstedt, zuLehn, das jedoch nur bis 1505 im Witzleben'schen Besitz blieb.
Georg starb vor dem Jahre 1467. Er hatte einen Sohn Hans, deraber ebenfalls vor 1467 ohne Erben gestorben war.
b. Kerstan von Witzleben.
Kerstan pflanzte die Berkaer Linie fort. Seiner Gemahlin Agnessetzte er am 6. Februar 1452 ein Leibgedinge von 1000 Rh. Gulden an dem
3. Theil von Berka aus. Dieser Leibgeclingsbrief ist auch deshalb für unswichtig, weil wir in ihm zuerst die hauptsächlichsten Lehnsstücke derHerrschaft Berka aufgezählt finden, nämlich:
1. Schloss und Haus zu Berka,
2. der Wald und der Flecken Berka,