Druckschrift 
2 (1868)
Entstehung
Seite
23
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Da aber die Markgrafen Friedlich, Wilhelm I. und Georg nicht gleichim Stande sein mochten, jene 1000 Schock Groschen Mannschaftsgeldbaar zu zahlen, so wiesen sie kurz darauf, am 9. Dezember 11392, Heinrichd. J. von Witzleben (7) und Heinrich von Paradies jährlich 100 Schock Frci-berger Groschen auf ihre Jahrrenten zu Leipzig und Jena an, deren Bürger-meister und Rath sich besonders verpflichten mussten, jenen beiden dieseZinsen jährlich ohne Verzug zu zahlen. Am folgenden Tage, dem 10. Dezbr.,gelobten sie ferner noch, bis auch jene Zinsen gelöst wären, ihnen aus ihrerKammer 50 Schock Groschen zu geben oder von ihren Renten anzuweisen.

Leuchtenburg verblieb trotz des Widerspruches der Grafen vonSchwarzburg von nun an im Besitz der Markgrafen, und jene 1000 SchockGroschen mögen wohl die Summe gewesen sein, für welche die Grafen vonSchwarzburg die Leuchtenburg an Heinrich von Witzleben und seinenSchwiegervater verpfändet hatten. Immer aber bleibt zu bedenken, dassdie Leuchtenburg erobert war, und es musste, um uns die grosse Mildeder Markgrafen zu erklären, Heinrich von Witzleben (7) in dem Land-grafen Balthasar von Thüringen und Heimich von Paradies in der StadtErfurt, deren Bürger er war, gewichtige Fürsprecher haben.

Im Jahre 1899 traten sämmtliche Enkel des Hofrichters, nämlichHeinrich (7) und Dietrich (11), Ritter, Kristan (8), Jorge (12), Kristan (9)und Dietrich (10) von Witzleben, zum Sterne gesessen, gegen 100 SchockFreibcrger Groschen in den Dienst der Markgrafen zu Meissen, um dieGrafen von Honstein und Reinstein zu befehden.

Nach der im Jahre 1382 stattgefundenen Ländertheilung war nämlichThüringen an Balthasar und Meissen an Wilhelm I. und Georg gefallen,so dass also, da die Besitzer des Wendelsteins als thüringische Vasallenkeine Verpflichtung hatten, dem Markgrafen von Meissen zu dienen, diesesich ihre Dienste erkaufen mussten.

Wie hoch übrigens die Markgrafen Friedlich, Wilhelm und Georgden Beistand der Wendelsteiner achteten, geht daraus hervor, dass dieselbenin dem mit den edlen Herren zu Querfurt 1399 abgeschlossenen Schutz-und Trutzbündnisse die Witzleben zum Stein gesessen als solche bezeich-neten, gegen welche sie den Querfurtern nicht beistehen würden.

TJebrigens waren die edlen Herren von Querfurt ohnedies von Altersher den Wendelsteinern befreundet und erst vor Kurzem hatte der Erz-bischof Albrecht, aus dem Geschlechte der Querfurter stammend, den Ritter