sich dieselben der Personen Vermögen nach mit Linderung des Lelmgeldeszu erzeigen wissen."*)
Von Martinroda gehörte die eine Hälfte zu Elgersburg, die andere zuLiebensteiii, und die Folge davon waren ganz natürlich Zwistigkeitenzwischen den Vettern, z. B. über das Weiderecht.**) Am 10. Mai 1598verkauften die Brüder Ernst Friedlich und Christian Rudolph zu Witzlebenzum Liebenstein ihre Hälfte von Martinroda für 4000 fl. auf Wiederkaufin 9 Jahren an die Brüder Friedrich und Job "Wilhelm von Witzlebenzur Elgersburg***) oder, wie es in einer Eingabe vom 26. Aug. 1603f)ausgedrückt ist, sie nahmen bei ihren Elgersburger Vettern 4000 fl. auf9 Jahre auf Martinroda auf und überliessen Letzteren das Gut zur Deckungder zu bezahlenden Zinsen pachtweise. Aus dieser wiederkäuflichen Er-werbung wurde endlich nach mancherlei Verhandlungen im Jahre 1611ein Erbkauf. Job Wilhelm bezahlte für die bisher zu Liebenstein ge-hörende Hälfte des Dorfes Martinroda und das darin gelegene freie Ritter-gut von 113 Ackern Artlandes im Ganzen 7000 fl., nämlich die früheren4000 fl. und noch haar 3000 fl., und nahm die Brüder Ernst Friedrichund Christian Rudolph von Witzleben zu Liebenstein in die Mitbelelm-schaft über halb Martinroda auf. Am 18. Nov. 1611 wurden die Unter-thanen von ihren bisherigen Junkern der Eide und Pflicht entbunden undan Job Wilhelm von Witzleben gewiesen, ff)
Von den 8 Brüdern starb der älteste, Friedrich, im Jahre 1610 ohneNachkommen.
Heinrich, der meist zu Alkersleben lebte, war (nach dem Kirchenb. zuNeuroda) mit Elisabeth Catharine von der Margarethen a. d. H. Lauen-burgfff) vermählt, wurde der Stifter der bis zu Anfang des 19. Jahr-
*) Arch. zu Angelroda.
**) 28. Jan. 1582. Geh. St. Arch. zu Weimar.
***) Arch. zu Angelroda. Von diesen 4000 fl. bezahlten die Käufer 2200 fl. ineinem durch sie eingelösten Schuldschein Gurt Veit's von Witzleben zu Liebensteinvom 29. Sept. 1578 und 1800 fl. ä 21 gr., den Groschen zu 12 Pfennigen, baar inguteil Dick- und Reichsthalern (den Dickthaler zu 28, den Reichsthaler zu 25 gr.)f) Geh. St. Arch. zu Weimar,ff) Arch. zu Angelroda,ttt) Alte thüringische und namentlich erfurter Familie, rvelche am 22. März1662 ausstarb, v. Ueclitritz, dipl. Nachr. 1790, p. 37 nennt Heinrichs GemahlinSabina von Bose aus Netzschkau; Biedermann, Rhön und Werra, Tab. CCCLXI1I. A.aber Anna von Eselrwege; beide sind hiernach zu berichtigen.