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1. Th. 1. H. (1869) Die älteste Geschichte
Entstehung
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Es rnuss liier noch des Wappens der alten ausgestorbenen ThüringerFamilie von Hettstedt Erwähnung geschehen. Der Schild ist gespaltenund zeigt vorn einen Querbalken, hinten zwei gestürzte Sparren. Die vonHettstedt standen also wahrscheinlich in verwandtschaftlicher Beziehungzu denen von Witzleben*).

Es würde wohl sehr gewagt sein, in unserm Wappen ein redendeserblicken zu wollen, und die Annahme, dass die Sparren an dieleiba, Wohnstätte, erinnern sollen, möchte doch wohl das Erzeugnisseiner zu weit gehenden Phantasie sein. Dennoch aber finden wir eineDeutung unseres Wappens, die allerdings keinen heraldischen Werth hat,aber als Curiosum hier einen Platz finden möge. M. Mich. ChristianLudwig, F. Sächs. Hofprediger etc. sagt p. 47 seiner Leichenpredigt aufChristine Magdalene von Pflug, geb. von Witzleben (a. d. H. Liebenstein),am 18. Januar 1G9S: „Das adeliche Wapen dieses alten (von Witz-leben'schen) Geschlechts führet umgestürzte Sparren in sich; was diesesvor eine Bedeutung in der edeln Herolds- und Wapenkunst habe, mag indem vortrefflichen Opere Heraldico, welches theoria insignium von seinemgelehrtesten Authore benennet wird (P. I. m. I. p. 1G9) nachgesehen wer-den, da er solche Sparren inter figuras arti proprias et honorabiles, unterdie eigentlichen und vortrefflichen Kunstzeichen rechnet. Ich will abernicht ohne Wahrscheinlichkeit muthmassen, dass solche die der gemeinen undfalschen Weltmeinung entgegengesetzte und also verkehrt scheinende Er-kenntniss vom Leben der rechtschaffenen witzigen und göttlich geadeltenvon Witzleben andeuten. Dasjenige Haus und Lebenswohnung, so seineSparren gegen den Himmel auflichtet, stehet nur auf Erden; so muss auchdie Wohnung, welche ihr Dach gegen die Erde richtet, gewiss im Himmelihren Grund und das rechte Leben haben."

Die Farben der Helmzierden sind schon oben nach dem "Wappenbrief,Siebmacher und einigen gemalten Wappen angegeben; auch die des Schil-des finden wir in denselben. Siebmacher folgt ganz dem Wappenbrief,wenn er sagt: „ein rot vnd weiss gesparter Schild, die ober spitz weiss,"

*) Das erloschene Geschlecht von Angelrode soll nach Rein, Ichtershausen p. 95,eines Stammes mit unserer Familie gewesen sein; König in Rudolstadt, im Anfangzu seinen Regesten, behauptet jedoch, dass die Wappen heider Familien ganz ver-schieden seien. Dagegen ähnelt das Wappen der von Niinitz in Schlesien dem unsrigcn,nur dass statt unseres Helmschmucks dort zwei Büffelhörner sind. Jedoch kann hiervon Stammverwandtschaft nicht die Rede sein, da die Nimitz wendischen Ursprunges sind.