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1. Th. 1. H. (1869) Die älteste Geschichte
Entstehung
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während an den Seiten Schellen oder Blätter angebracht sind. An demSiegel Heinrich's von Witzleben von 14)34 (in Weimar) lässt es sich nichtgenau erkennen, was an den Seiten der Schäfte befindlich ist, währendwir an dem schönen Siegel Georg's von Witzleben vom 3. Februar 1444(St.-Arch. z. Magdeb. s. 11. Tonndorf No. 23) deutlich Blätter unterscheiden.

Der Helmschmuck wurde in der Schlacht nicht getragen, sondern nurim Turnier, bei Festen, Aufzügen u. s. w. wo es galt, Pracht und Glanzzu entwickeln und mit möglichst grossem Geräusch in die Schranken zureiten, um während des Kämpfens den Zuschauern einen Ohrenschmaus zubereiten oder das Boss des Gegners scheu zu machen. Daher ist derHelmschmuck mit metallenen Blättern nichts Seltenes, und die Seeblättervon rothem Golde an den Schäften Friedrich's von Witzleben*) mögen wohllaut geklungen haben, als er am Sonntag nach Maria Empfängniss 1494zu Mecheln in die Schranken ritt und wacker mit dem Polen Pan Michelkämpfte. Wohl möglich, dass in diesem Turnier das Fräulein Jacobevou Balgeth in dem prächtigen Thüringer Ritter mit dem klingendenHelmschmuck ihren künftigen Gemahl zuerst erblickte und lieben lernte.

In dem am 23. Mai 1470 vom Kaiser Friedrich an Claus und Conradvon Witzleben verliehenen Wappenbrief**), wird der Helmschmuck folgender-massen beschrieben: „auf einem weissen überstülpen hutte Zwo aufgerichteRiessenstangen, an der Stirne derselben Stangen voll Seebletter nach derlonge ob vndt oben mit rothen vndt weissen Frantzen," und ganz so finden

*) Er befand sich im Gefolge des Kurfürsten Friedrich d. W.

**) Leider haben wir das Original des Wappenbriefes bis jetzt nicht ausfindigmachen können; nur eine alte vom Moder stark angegriffene, undeutlich geschriebeneAbschrift befindet sich im Archiv zu liossleben.